Mittwoch, 22. November 2017


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Für alle Fälle

Sturzprophylaxe mindert Verletzungsrisiko

Riesa, (lifePR) - In der kalten Jahreszeit weisen viele Gehwege durch herunterfallende Blätter, Regen oder Schnee einen rutschigen Belag auf. Damit steigt für Fußgänger die Gefahr zu stürzen. In Deutschland verletzen sich dabei jährlich bis zu fünf Millionen Menschen - die meisten davon über 65 Jahre. Senioren, die altersbedingt geschwächt sind, fühlen sich auf glatten Wegen zunehmend unsicher auf den Beinen und die Angst vor einem Knochenbruch steigt. Vor allem bei Menschen, die unter Osteoporose leiden, halten poröse Wirbel dem Druck bei einem Sturz meist nicht stand und es kommt zu einer Fraktur. In diesen Fällen bietet die sogenannte Radiofrequenz-Kyphoplastie eine Möglichkeit, gebrochene Wirbel schnell und schonend wieder aufzurichten. Um es jedoch gar nicht so weit kommen zu lassen, empfiehlt sich ein aktiver Lebensstil, der Knochen und Muskulatur stärkt.

Stabilität wiedererlangen

Im Laufe des Lebens verändert sich der körperliche Zustand eines Menschen enorm. Äußere Einflüsse führen im gesamten Bewegungsapparat zu Verschleißerscheinungen, die oftmals auch den Gleichgewichtssinn einschränken. Folge: Beim Auftreten auf unebenem oder rutschigem Untergrund kommt es zu Stürzen, die Verletzungen an Hüfte oder Rücken hervorrufen. Viele Ärzte sensibilisieren ihre Patienten daher für eine Sturzprophylaxe, damit sie generell zu Hause und auch in der kalten Jahreszeit auf Glatteis und Schneematsch sicher auftreten. Dazu gehört neben dem Entfernen von Stolperfallen wie Teppichen oder frei liegenden Kabeln vor allem Gleichgewichtstraining. Bei der Physiotherapie lernen Betroffene dann, wieder sicher auf den Beinen zu stehen. Zu den Übungen zählen unter anderem das Zerreißen von Zeitungspapier mit den Füßen zur Stärkung der Muskulatur sowie verschiedene Balancetechniken. "Auch sanfte Sportarten wie Schwimmen, Walken oder Radfahren stärken Muskelapparat und Knochen", weiß Dr. Carsten Reichel, Neurochirurg im Krankenhaus Riesa. Auf diese Weise erlangen Menschen, die sich beim Gehen unsicher fühlen, nicht nur die nötige Stabilität und Sicherheit zurück, sondern bieten ihrem Skelett gleichzeitig mehr Sicherheit bei Belastungen und Stößen.

Wenn eine Fraktur entsteht

Trotz aller vorbeugenden Maßnahmen kommt es bei Menschen mit Osteoporose nach einem unglücklichen Sturz oftmals zu einem Wirbelkörperbruch. Betroffene klagen dann über starke Beschwerden im Rückenbereich. In diesen Fällen kommt die sogenannte Radiofrequenz-Kyphoplastie (RFK) zum Einsatz. Bei der minimalinvasiven Methode richtet ein gummiartiger Zement den Wirbelkörper wieder auf und befreit unverzüglich von Schmerzen. „Mit einer kleinen Kanüle führen wir die stabilisierende Masse unter Einwirkung von Radiofrequenzenergie an die betroffene Stelle“, sagt der Wirbelsäulenspezialist, der diese Methode im Krankenhaus Riesa etablierte. „Auf diese Weise lassen sich der gesamte Hohlraum und alle feinen Strukturen des Wirbelkörpers präzise ausfüllen, ohne dass gesundes Gewebe beschädigt wird.“ Für gewöhnlich kommt es innerhalb kurzer Zeit zu einer Schmerzlinderung und Patienten kehren mit einer dauerhaft gesteigerten Lebensqualität nach Hause zurück. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, diesen Eingriff unter Lokalanästhesie durchzuführen, was besonders älteren Patienten zugutekommt.

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