Montag, 23. April 2018


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ELM Recycling gehört zu den "100 Betrieben für Ressourceneffizienz" -Auszeichnung durch das Land Baden-Württemberg

Bissingen, (lifePR) -
· Ersatzbrennstoffnutzung spart 90 % der fossilen Brennstoffe ein
· Mittelständisches Unternehmen wichtiger Rohstofflieferant der Zementindustrie
· Brennstoffnutzung ist energetische und stoffliche Verwertung




Die ELM Recycling GmbH & Co.KG (ELM) wurde im Oktober im Rahmen des Ressourceneffizienzkogresses durch das Land Baden-Württemberg ausgezeichnet und gehört nun zu den "100 Betrieben für Ressourceneffizienz". Das Unternehmen stellt am Standort Mergelstetten Ersatzbrennstoffe aus hochkalorischen Gewerbeabfällen her. Insgesamt 90.000 t aufbereiteter qualitativ hochwertiger Ersatzbrennstoff ersetzen hier etwa 80.000 t fossile Brennstoffe und sparen damit 66.000 t C02-Äquivalente ein. "Der große Vorteil unserer Anlage ist nicht nur eine hohe Einsparung an fossilen Rohstoffen. LKW-Transporte und damit Lärm sowie Verkehrsemissionen werden vermieden, weil der Brennstoff direkt Vorort am Drehrohofen eingesetzt wird," sagt dazu Matthias Einsele, Geschäftsführer der ELM.

Die Zementindustrie gehört zu den energieintensivsten Branchen in Deutschland. Die notwendige Energie bei der Zementherstellung wird im Wesentlichen für das Brennen des Zementklinkers aufgewendet. Dazu wurden traditionell fossile Brennstoffe, wie Steinkohle, Braunkohle, Petrolkoks und in geringem Umfang auch schweres Heizöl, verwendet. Geänderte rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen haben jedoch in den letzten Jahren dazu geführt, dass zunehmend alternative Brennstoffe eingesetzt werden. Für die Herstellung des Ersatzbrennstoffes werden überwiegend gewerbliche und industrielle Abfälle mit hohen Heizwerten eingesetzt. Diese werden entweder direkt an den Anfallstellen oder in entsprechenden Abfallbehandlungsanlagen separiert und sind aufgrund ihrer physikalischen Zusammensetzung nicht für ein rein stoffliches Recycling geeignet. Der Einsatz von Ersatzbrennstoffen gewährleistet vor diesem Hintergrund auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Zementherstellung und verringert die starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Die ELM hat ein mechanisches Aufbereitungsverfahren entwickelt, das die Voraussetzung schafft, alternative Brennstoffe direkt beim Klinkerbrennprozess bei gleichbleibender Qualität mit hohen Substitutionsraten einzusetzen. In Heidenheim-Mergelstetten versorgt die ELM seit dem Jahr 2007 exklusiv ein Zementwerk mit alternativem Brennstoff. Der Produktionsprozess zur Herstellung von Ersatzbrennstoff (EBS) befindet sich direkt angrenzend zum Zementwerk. Anfangs lag die Quote des eingesetzten Ersatzbrennstoffs noch bei ca. 50 %. Diese Substitutionsquote wurde immer weiter erhöht, um eine möglichst hohe Einsparung an fossilem Brennstoff zu erreichen. Im Jahr 2017 konnte bereits eine Einsatzquote von über 90 % erreicht werden. Das Ziel ist, in den nächsten Jahren möglichst eine 100-prozentige Substitutionsrate zu erreichen. Diese hohe Einsatzquote kann nur erreicht werden, weil der Prozess seitens der ELM immer weiter in Bezug auf Abtrennung der Störund Schadstoffe verbessert wurde. Das Zementwerk stellt zudem hohe Anforderungen an das Brennund Zündverhalten des Ersatzbrennstoffs.

Ein Alleinstellungsmerkmal dieses energetischen Verwertungsverfahren stellt zusätzlich die stoffliche Nutzung des Ascheanteils dar, der als anfallender Sekundärrohstoff in den Zementklinker eingebunden wird. Diese Art der stofflichen Nutzung können weder MVA noch EBS-Kraftwerke erbringen1. Die beim Verbrennungsprozess im Drehrohrofen entstehende Asche wird direkt in das Produkt (Zementklinker) eingebunden und spart an dieser Stelle den entsprechenden Anteil an primären Ressourcen ein.

In der Gesamtschau der "100 ressourceneffizienten Betriebe" werden nicht nur technische Maßnahmen vorgestellt, sondern auch innovative Konzepte aus dem organisatorischen Bereich, die nachvollziehbar zu Material- und/oder Energieeinsparungen führen oder geführt haben. Mehr Informationen hierzu unter http://pure-bw.de/de/100betriebe/overview.

1 Anmerkungen aus Studie des CUTEC/Prof. Faulstich im Auftrag des bvse, 2016

EL M-Recycling

Die ELM Recycling GmbH & Co. KG ist ein typisches mittelständisches eigentümergeführtes Unternehmen. Es wurde 1998 von den geschäftsführenden Gesellschaftern am heutigen Hauptsitz in Bissingen a. d. Teck gegründet. Mittlerweile gehört die ELM-Unternehmensgruppe,, mit vier Produktionsstandorten in Baden-Württemberg und einem in Bayern, europaweit zu den führenden Unternehmen in der Ersatzbrennstoffaufbereitung. Die ELM Recycling GmbH & Co. KG ist heute ein Knowhow-Träger auf dem Gebiet der alternativen Brennstoffherstellung aus Abfällen mit dem Potenzial, diese Technologie auch in weitere Länder zu exportieren. Geeignete Abfälle fallen in allen EU-Mitgliedstaaten in hohen Mengen an.

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