"Wärme aus Holz für künftige Generationen erhalten"

(lifePR) ( Berlin, )
Branchenverbände und das Deutsche Biomasse Forschungszentrum (DBFZ) luden zum 2. Zukunftsworkshop nach Leipzig – Innovationen zur Emissionsminderung standen im Mittelpunkt

·        Forschung und Industrie sind sich einig, dass Luftreinhaltung mit Augenmaß betrieben werden muss

·        Ergebnisse sollen in Forschungsantrag einfließen

Sinkende Feinstaubbelastungen, herausfordernde Normen und die wachsende Sensibilisierung in der Ofenindustrie stehen einem massiven negativen Image der Wärme aus Holz gegenüber. Diese Situation ist nicht nur unbefriedigend für Industrie und Politik, am meisten leiden diejenigen darunter, die eigentlich am Ende profitieren sollten: die Menschen in Deutschland.

Die Wärme aus dem nachwachsenden und CO2-neutralen Rohstoff Holz ist ein wichtiger Baustein einer realistischen umsetzbaren Dekarbonisierung. Daher traf sich die Branche vom 15. bis 16. Januar 2020 zum Austausch in Leipzig. Gastgeber Dr. Ingo Hartmann vom Deutschen Biomasse Forschungszentrum (DBFZ) nannte es keinen Zufall, dass dieser Zukunftsworkshop die erste offizielle Veranstaltung in den neuen Räumen des Biomasseforschungszentrums war. Er sieht darin auch das Symbol eines eindeutigen Bekenntnisses der unter anderem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Forschungseinrichtung zur ökologisch nachhaltigen Wärme aus Holz.

Zielsetzung des Workshops war die Erarbeitung eines gemeinsamen branchenübergreifenden Forschungsantrags, zur effizienten und marktgerechten Emissionsminderung.  „Bisherige Evaluierungen, Gutachten und Expertisen krankten immer daran, dass nur ein kleiner Ausschnitt aus der Leistungsfähigkeit unserer Branche gezeigt wurde,“ so Dr. Johannes R. Gerstner, Geschäftsführer der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft. So seien etwa Speicherfeuerstätten nicht ausreichend in die Forschung mit einbezogen worden.

Der Workshop orientierte sich an einer Roadmap für die Klimaziele unserer Gesellschaft. Ausgehend von der Bestandsaufnahme unserer aktuellen Situation sollten technische Innovationen bis 2030 skizziert werden, um dann schließlich mit 2050 in eine weitere Zukunft zu blicken. Ein zentrales Ergebnis des Workshops stand schnell fest: Ziel muss sein, die Technologie in ihrer ganzen Breite und Leistungsfähigkeit darzustellen und den Beitrag zum langfristigen Erreichen der Klimaziele zu zeigen. Nur durch die bislang einmalige Einheit aus Branchenverbänden, dem Handwerk und der Forschung können insgesamt realistische Ziele und damit Angebote an die Gesellschaft geschaffen werden.

Wie geht es weiter? Bereits im März 2020 wird ein Forschungsantrag an die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gestellt werden, der einen lange erwarteten ganzheitlichen Ansatz aus Industrie, Handwerk, Schornstein und Feuerstätte verfolgt. Ambitioniertes Ziel ist nicht nur die Erforschung und Erprobung emissionsarmer Feuerstätten, die Auswertung von wirksamen und sinnvollen Emissionsminderungsmaßnahmen sondern auch die wachsende Vernetzung und positive Kommunikation über die Zukunftstechnologie in der Branche.
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