Samstag, 21. April 2018


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Initiative EEBus verstärkt die Unterstützung für das Gelingen der Energiewende

Köln, (lifePR) - .
- Spitzentreffen in Berlin
- Unternehmen und Verbände der Energie- und Elektrowirtschaft wollen aktiver bei der Definition der Rahmenbedingungen mitwirken
- Vernetzungsansatz EEBus erhöht die Energieeffizienz und das Lastverschiebungspotenzial
- Internationale Normierung

Die Initiative EEBus möchte sich stärker in die politische Diskussion zur Ausgestaltung der Energiewende einbringen, und dabei unter anderem durch die Mitglieder abgebildete Potenziale zur Lastverschiebung nutzen. Dies beschlossen die Verantwortlichen der Unternehmen und Verbände der nationalen und internationalen Energie- und Elektrowirtschaft im Rahmen ihres Spitzentreffens in Berlin, "Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien ist volkswirtschaftlich nur dann sinnvoll, wenn in einem intelligenten Stromnetz die elektrischen Geräte oder Maschinen abhängig vom Energieangebot sinnvoll eingesetzt werden", erläutert Vorsitzender Peter Kellendonk. Nur so könne die Energie aus erneuerbaren Quellen effizient in das Netz eingespeist werden. Die EEBus-Technologie sei dabei das optimale Werkzeug für ein umfassendes Lastmanagement.

Harmonisierung von Energieangebot und -Verbrauch

Zu den Mitgliedern der Initiative EEBus gehören etwa der Energieversorger E.ON, die Haushaltsgeräte-Spezialisten Miele und Bosch-Siemens, der Heizungs-Hersteller Vaillant, die Konzerne ABB und Schneider Electric, sowie Liebherr, Stiebel-Eltron, SMA, SolarWorld, die E.G.O.-Gruppe und Landis+Gyr. (aktuelle Mitglieder-Liste unter: www.eebus.org/initiative-eebus-ev/mitglieder/). Mit dem gemeinsamen Vorgehen soll die Harmonisierung von Energieangebot und -verbrauch erreicht werden. Das erhöhe neben der Energieeffizienz auch die Versorgungssicherheit deutlich.

"Nachdem mit dem EEBus-Konzept eine breit akzeptierter Ansatz gefunden ist, müssen jetzt noch die Rahmenbedingungen angepasst werden, um die einmalige Chance zu nutzen", fordert der zweite Vorsitzende der Initiative, Dr. Bernhard Thies. Der Sprecher der Geschäftsführung der nationalen Normungsorganisation DKE nennt dabei beispielsweise die lastabhängigen Stromtarife. Diese seien gesetzlich zwar schon vorgeschrieben, aber an einer flächendeckenden Umsetzung fehle es bis heute. Durch eine variable Tarifierung - und damit einhergehende Anreize für Verbraucher, Strom dann zu nutzen, wenn dieser dem Markt ausreichend verfügbar ist - kann ein entscheidender Beitrag für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende geleistet werden. Deshalb müsse noch einmal über die regulatorischen Rahmenbedingungen diskutiert werden. Die Initiative verfügt vor allem nach weiteren Unternehmens-Beitritten in der jüngeren Vergangenheit über den Zugriff auf ein steigendes Lastverschiebungs-Potential. So könne die volkswirtschaftlich sinnvolle Ausgestaltung der Energiewende erfolgreich unterstützt werden.

Enge Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschaftsministerium

Zudem verstärkt die Initiative EEBus ihre Aktivitäten auf internationaler Ebene. "Da die Vernetzung ja alle elektrischen Geräte unabhängig von Hersteller und Art umfassen soll, ist eine internationale Normierung der maßgebenden Standards wichtig", erläutert Initiativen-Vorsitzender Kellendonk. Zu diesem Zweck würden die Aktivitäten in internationalen Gremien intensiviert. "Dieses Vorgehen erfolgt in engem Schulterschluss mit dem Bundesministerium für Wirtschaft", betont Kellendonk. Denn das stärke die Bedeutung des in Deutschland - im Rahmen eines Projektes der Bundesregierung - entwickelten EEBus-Ansatzes. Der Markt für Smart-Home-Technik, die dank EEBus-Vernetzung optimiert eingesetzt werden kann, birgt enormes Potenzial für Deutschland als Wirtschaftsstandort. Dr. Thies: "Wir müssen unsere momentane Stärke ausnutzen - um nicht von anderen Ländern ein- und überholt zu werden."

Teilnehmer des Spitzentreffens waren:

Dr. Andreas Goerdeler (Unterabteilungsleiter des Bereichs Informationsgesellschaft; Medien im BMWi); Günther Häckl (Generalbevollmächtigter, SMA Solar Technology AG), Frank Henn (Vorstand Vertrieb, SolarWorld AG); Martin Herms (Geschäftsführer Technik, Albrecht JUNG GmbH & Co KG), Jürgen Högener (Mitglied der Geschäftsführung, Busch-Jaeger Elektro GmbH). Peter Kellendonk (Geschäftsführer, Kellendonk Elektronik GmbH),Til Landwehrmann (Geschäftsführer EEBus Initiative e.V.), Michael Lowak (Vorstandsvorsitzender der Kofler Energies AG); Dr. Hans-Joachim Otto (Parlamentarischer Staatssekretär BMWi), Alexander Pippert (Vice President Innovation Center Smart Home, E.ON AG); Dr. Eduard Sailer (Mitglied der Geschäftsführung, Miele & Cie. KG), Alexander von Schweinitz (Mitglied der Geschäftsführung, Schneider Electric Deutschland GmbH); Winfried Seitz (Mitglied der Geschäftsführung, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH); Dr. Bernhard Thies (Sprecher der Geschäftsführung, DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE e.V. sowie Mitglied des Standardization Management Board der IEC), Dr. Horst Wurm (Geschäftsführer, Wurm GmbH & Co. KG); Mario Zenker (Geschäftsführer, IEQualize GmbH).

EEBus Initiative e.V.

Die als Verein organisierte EEBus Initiative vernetzt die führenden Unternehmen, Verbände und Akteure der deutschen und internationalen Energie- und Elektrowirtschaft. Der Verein verfolgt den Zweck, den Kommunikationsstandard EEBus als standardisiertes und konsensorientiertes Vernetzungskonzept von Smart Grid und Smart Home weiterzuentwickeln und im Markt zu etablieren. Dabei fungiert der Verein als offizielle Plattform für Normungsinitiativen sowie Meinungsbildung und bündelt - übergreifend für die Wirtschaft und alle interessierten Kreise - Interessen und Kompetenzen. So soll für jeden Marktteilnehmer mehr Transparenz geschaffen und ein Wissensvorsprung ermöglicht werden. Diese Tätigkeiten sollen im Rahmen der von der deutschen Bundesregierung beschlossenen Energiewende zur Versorgungssicherheit sowie der effizienten und umweltschonenden Nutzung der Ressourcen beizutragen. Angestrebt werden verlässliche Rahmenbedingungen für einen funktionierenden Zukunftsmarkt. Dabei fungiert der Verein als offizieller Ansprechpartner in Energiefragen für Politik und Verbände. Ziel ist die weltweite Interoperabilität. Deshalb kooperiert die Initiative EEBus mit Verbänden und Gremien auf internationaler Ebene. Eine vollständige und aktuelle Liste der Mitglieder der Initiative EEBus e.V. steht im Internet unter: www.eebus.org/...

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