Mittwoch, 21. Februar 2018


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"Wir alle in Europa verlieren durch den Brexit"

Frankfurt am Main, (lifePR) - Durch die Entscheidung für den Brexit verlieren wir alle in Europa. Die Europäische Union dürfte weltpolitisch zunächst als geschwächt gelten und damit an Gewicht verlieren. Mit all den Gefahren, die in der gegenwärtigen weltpolitischen Situation damit verbunden sind. Wirtschaftlich dürfte Großbritannien selbst der größte Verlierer der Entscheidung sein. Doch auch die deutsche und die gesamte europäische Wirtschaft werden Wachstumseinbußen zu verkraften haben.

Nun gilt es, den unabwendbaren Schaden für alle Beteiligten möglichst klein zu halten. Europa muss jetzt zu seinen Werten stehen, seine innere Fragmentierung stoppen und eine erneuerte europäische Idee entwickeln. Dies sollte ohne die europakritischen Tendenzen in Großbritannien sogar leichter möglich sein. Nur ein geschlossenes und handlungsfähiges Europa wird es seinen gegenwärtigen geopolitischen Einfluss erhalten können.

Die Finanzmärkte dürften kurzfristig mit hoher Volatilität auf die Entscheidung reagieren. Vor allem wird aber die nun bevorstehende Phase der Unsicherheit über die Modalitäten des Austritts die Kapitalmärkte belasten.

Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt, DZ BANK AG

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