Vorsicht, Hochstimmung!

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )

Der Kursdurchhänger an den Märkten wurde ausgeglichen. Allerdings mehren sich die Warnzeichen für eine schwächere Gewinnentwicklung.
Wird die Bewertung zum Hausse-Killer? Diese ist überdurchschnittlich hoch, vor allem in den USA.
Aktien haben möglicherweise noch einen sehr langen Weg vor sich. Kurzfristig tun Anleger aber gut daran, stärker auf die Euphoriebremse zu treten.


An den Börsen setzt sich der Höhenrausch der Kurse fort. Der durch die Furcht vor dem Coronavirus verursachte Durchhänger wurde ausgeglichen und fast alle Indizes haben in den vergangenen Handelstagen neue Hochs erreicht. Dies gilt für die US-Indizes, aber auch unter den europäischen Aktienindizes kam es vereinzelt zu Rekorden. Weder die drohende Pandemie noch stagnierende Unternehmensgewinne oder die langsamere Gangart beim Wirtschaftswachstum konnten den Aufschwung der Aktienkurse bisher stoppen.

Der Vorwärtsdrang des Aktienmarktes ist erstaunlich. Rückenwind liefert dabei unverändert die lockere Geldpolitik. Jüngst reagierte die chinesische Zentralbank auf die Folgen des Coronavirus und versorgte die Märkte mit frischer Liquidität. Bereits Ende Januar hatte auch die amerikanische Notenbank bekanntgegeben, den Leitzins bis Ende des Jahres im Zielband von 1,5% bis 1,75% belassen zu wollen. Zudem hegen Anleger die implizite Erwartung, dass die Notenbanken mit weiteren Maßnahmen reagieren werden, sollten die Folgen des Coronavirus schlimmer ausfallen als erwartet.

Von der Rallye am Aktienmarkt profitierten in den USA zuletzt erneut die Technologietitel rund um die „MAGA“-Gruppe (Microsoft, Apple, Google/Alphabet und Amazon). Deren Aktienkurse stiegen nicht nur im laufenden Jahr deutlich an. In den letzten vier Jahren haben sich die Kurse dieser Tech-Dickschiffe vervielfacht, während der S&P 500 „nur“ 80 Prozent zugelegt hat. Im Dezember 2018, also vor gut über einem Jahr, wurden US-Technologietitel noch von den Anlegern verschmäht und durch Verkäufe abgestraft. Besonders gut ist dies an der Kursentwicklung der Tesla-Aktien ersichtlich, deren Kurs sich innerhalb kurzer Zeit vervielfacht hat.

Auch wenn die Rallye an den Aktienmärkten noch breit gestützt erscheint, so dürften die Märkte in den Kursen viel vorwegnehmen. Wird die Sonderkonjunktur bei den US-Techwerten ebenso ausgeklammert wie der Mangel an Anlagealternativen außerhalb des Aktienmarktes, sprechen derzeit kaum Argumente für kurzfristig höhere Aktienkurse.
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