Dienstag, 12. Dezember 2017


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Geldanlage bei steigender Inflation - ohne Aktien geht es nicht

Frankfurt am Main, (lifePR) - Seit einigen Monaten zieht weltweit die Inflation wieder an. So betrug der Preisauftrieb in den USA jüngst 2,5%, der höchste Wert seit dem Jahr 2012. In Deutschland stiegen die Preise per Ende Januar 1,9% - ein Wert, der zuletzt 2013 erreicht wurde. So überrascht es nicht, dass das Stichwort der „Reflation“, also eine Rückkehr der Inflation, ausgelöst durch eine expansivere Gangart bei der Geld- und Fiskalpolitik und steigende Rohstoffpreise, wieder die Runde macht. Speziell deutsche Bürger sind dieser Angst überproportional ausgesetzt, nicht zuletzt aufgrund negativer Berichte über die Hyperinflation im eigenen Land vor knapp 100 Jahren.

Lange Zeit hatten Dividendenpapiere einen Ruf als inflationsgeschützte Investition. Würde die Eignung von Aktien als Absicherung gegen Inflation zutreffen, müssten Aktien in Zeiten hoher Teuerungsraten eine entsprechend bessere Kursentwicklung aufweisen. Eine Fehleinschätzung, wie unsere Untersuchungen zum U.S.-amerikanischen Aktienmarkt für den Zeitraum 1871 bis 2008 zeigen. Die Resistenz von Aktien zeigt sich in Zeiten gemäßigter Inflation, nicht aber während eines stagnierenden oder negativen Wirtschaftswachstums.

In der Summe kann Inflation über verschiedene Kanäle negativ auf Aktien wirken. Die Profitabilität geht zurück, weil die Kosten steigen und nicht sofort auf den Kunden umgelegt werden können. Zusätzlich verlangen Investoren in Phasen einer Inflation oder Inflationsunsicherheit eine höhere Risikoprämie. Dementsprechend sinken die fairen Werte der Aktien. Investoren könnten auch andere Investments, wie z.B. Im-mobilien oder Edelmetalle bevorzugen, sogenannte „harte Assets“.

Eine Phase hoher und andauernder Inflation wäre für die Aktienmärkte kein neues Thema. In den Zeiträumen 1916-1920 (Finanzierung des ersten Weltkriegs) und 1973-1982 (Ölpreisschocks) kam es sogar zu galoppierenden Preisanstiegen.

In Deutschland betrug der Preisauftrieb seit der Währungsreform 1948 2,3% pro Jahr. Legt man diesen historischen Preisauftrieb auf die Zukunft um, werden die Bürger real gemessen in 30 oder 50 Jahren die Hälfte beziehungsweise 68% der heutigen Kaufkraft des Euros eingebüßt haben. Die Inflation ist damit, neben anderen elementaren Aspekten wie der eigenen Psyche, Kosten und Steuern, einer der wichtigsten Gegner, der vom Anleger im Zaum gehalten werden muss.

In den vergangenen 50 Jahren hingegen konnten deutsche Aktien („echte“ DAX-Werte gibt es erst seit 1987) inflationsbereinigt pro Jahr um 6,0% (nominal 8,3%) zulegen (inklusive Reinvestition der Dividende). Es scheint empfehlenswert, auch in Zukunft verstärkt auf Aktien als Absicherung gegen Inflation zu setzen. Unternehmen mit Preissetzungsmacht oder Value-Charakter, Immobilien-Gesellschaften sowie Firmen, die nicht beliebig vermehrbare Rohstoffe besitzen, dürften eine erhöhte Resistenz gegen Inflation aufweisen. Auch Titel, die regelmäßig eine hohe und sichere Dividendenausschüttung vornehmen, gehören in das Auswahluniversum.

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