Montag, 18. Juni 2018


  • Pressemitteilung BoxID 683808

Kann man ungeliebte Weihnachtsgeschenke umtauschen?

Leider gibt es in Deutschland kein allgemeines Recht auf Umtausch / Wir erklären, was man beachten muss und wie ein Widerruf helfen kann

Nurnberg, (lifePR) - Nach dem Öffnen der Geschenke stellen sich viele Verbraucher an Heiligabend die Frage: Kann man das umtauschen? Grundsätzlich besteht im deutschen Einzelhandel aber kein gesetzliches Recht auf Umtausch. Es gilt: Gekauft ist gekauft.

Rechtecheck ist ein Portal der GDVI Verbraucherhilfe GmbH. Unter rechtecheck.de bieten wir hilfreiche Informationen zu Verbraucherrechten an. Dazu gehört unter rechtecheck.de/musterbriefe-vorlagen/ auch eine Sammlung an kostenlosen Musterbriefen.
 
Daneben betreiben wir außerdem das Portal www.flugrecht.de das Passagieren bei der Durchsetzung von Verbraucherrechten hilft.Allerdings sind die Händler natürlich an guten Kundenbeziehungen interessiert. Daher bieten viele von Ihnen einen Umtausch freiwillig an. Wurde die Umtauschmöglichkeit beim Kauf vereinbart, darf der Händler sie hinterher nicht einfach verweigern. Darauf weist das Portal www.rechtecheck.de hin. Dafür reicht es schon, wenn das Umtauschrecht in den AGB des Händlers festgelegt ist oder er aktiv damit wirbt. Da eine gesetzliche Regelung fehlt, kann der Verkäufer aber auch die Bedingungen selbst festlegen, insbesondere Fristen, Ausschlüsse und Zustand der Ware. Auch ob der Käufer nach der Rückgabe ein anders Produkt, einen Gutschein oder Geld bekommt, bestimmt der Händler. Anders ist die Lage bei Onlinekäufen bzw. generell im Versandhandel: Von wenigen Ausnahmen abgesehen haben Verbraucher hier das gesetzlich verankerte Recht, den Kaufvertrag innerhalb von 14 Tagen zu widerrufen.

Unsere Tipps, wenn Sie sich bei einem Geschenk unsicher sind:


Achten Sie beim Kauf vor Ort darauf, ob und zu welchen Bedingungen ein Umtausch möglich ist. Fragen Sie nach.
Klären Sie bei Onlinekäufen, ob der Händler die Kosten der Rücksendung übernimmt – gesetzlich ist er nicht dazu verpflichtet.
Kaufen Sie Geschenke zwar rechtzeitig, aber auch so, dass das Ende der Widerrufs- oder Umtauschfrist nach den Feiertagen liegt.



Wenn alle Stricke reißen, kann man unliebsame Geschenke auch weiterverschenken, bei ebay verkaufen oder es bei Veranstaltungen wie dem Nürnberger „Markt der Langen Gesichter“ versuchen. Weitere Informationen zum Thema Widerruf finden sich unter www.rechtecheck.de/widerrufsrecht-verbraucherschutz-europa/

GDVI Verbraucherhilfe GmbH

Rechtecheck ist ein Portal der GDVI Verbraucherhilfe GmbH. Unter rechtecheck.de bieten wir hilfreiche Informationen zu Verbraucherrechten an. Dazu gehört unter rechtecheck.de/musterbriefe-vorlagen/ auch eine Sammlung an kostenlosen Musterbriefen.

Daneben betreiben wir außerdem das Portal www.flugrecht.de das Passagieren bei der Durchsetzung von Verbraucherrechten hilft.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Pflege von Angehörigen

, Verbraucher & Recht, ROLAND-Gruppe

Ob aufgrund des Alters oder einer Erkrankung: Wenn die eigenen Eltern, der Ehepartner oder andere Angehörige nicht mehr alleine zurechtkommen,...

Freiwilliger Wehrdienst

, Verbraucher & Recht, ARAG SE

Seit dem 1. Juli 2011 ist die Pflicht zur Ableistung des Grundwehrdienstes in Deutschland ausgesetzt. An diesem Tag begannen erstmals insgesamt...

Bundestag beschließt Musterfeststellungsklage

, Verbraucher & Recht, CLLB Rechtsanwälte Cocron, Liebl, Leitz, Braun, Kainz Partnerschaft mbB

Ob sie nun der große Wurf ist oder nicht – der Bundestag hat am 14. Juni 2018 mit den Stimmen der Koalition die Einführung der sog. Musterfeststellungsk­lage...

Disclaimer