Freitag, 24. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 669283

Die hohe Kunst der Vergleicheranbindung - neue dvb-Studie

Berlin, (lifePR) - Erfahrungen, Anforderungen und Erwartungen an die Vergleichsanbieter sind wichtige Indikatoren für die Konzeption und Orchestrierung von Services und Prozessen. Aus diesem Grund hat die deutsche-versicherungsboerse.de unabhängige Vermittler befragt und daraus eine umfassende Studie aus Maklersicht erstellt. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die prozessuale Unterstützung gelegt, um der Digitalisierung im Versicherungsbüro gerecht zu werden.

Die Funktion der Tarifvergleiche und somit die Nutzung von Vergleichsanbietern ist ein fester Bestandteil der Maklerarbeit geworden. Regulatorische Vorgaben und prozesseffizientes Arbeiten mit dem MVP-System machen aus Vergleichern einen wichtigen Bestandteil der Wertschöpfungskette im Maklerbüro. Unternehmensaufkäufe durch Vertriebseinheiten und Softwarehersteller zeigen die strategische Bedeutung dieses Marktsegmentes in unserer Branche.

„Mit unserer Marktstudie möchten wir den Fach- und IT-Bereichen der Versicherer ein realitätsnahes Bild von der Art und Weise vermitteln, wie Vergleichssysteme im Makleralltag zum Einsatz kommen“, erläutert Friedel Rohde, Geschäftsführer der dvb. „Was erwarten die Anwender, welche Erfahrungen machen sie, was stört die Makler ganz konkret und wie funktioniert letztendlich die Prozessautomatisierung zwischen Versicherer, Vergleicher und Makler?“

„Diese Marktstudie ist keine Hitliste der verschiedenen Vergleicheranbieter“, stellt Rohde dabei klar. „Diesmal haben wir keinen Award vergeben, denn Unternehmensgröße, Nutzeranzahl, Anzahl der durchgeführten Vergleiche oder weitergereichte Anträge waren nicht Gegenstand der Untersuchung“. Wir hatten die Makler auch gebeten, die einzelnen Vergleicher zu benoten. Diese Auswertung war aber schwierig und die Ergebnisse müssen relativ gesehen werden, denn die Makler nutzen die Vergleicher für unterschiedliche Zwecke. Außerdem ist die Qualität innerhalb der Vergleichsprogramme bei den Sparten teilweise sehr unterschiedlich.“

Die dvb hat die Vergleicher in Befragungsgruppen so zusammengefasst, wie sie von einem verständigen Versicherungsmakler wahrgenommen werden. Rohde veranschaulicht dieses aus Maklersicht: „Makler gehen nicht immer rational vor, sie haben Produktlieblinge und andere Gewohnheiten.“

Untersucht wurden in erster Linie die klassischen Vergleichsrechner. „Darunter verstehen wir Anbieter, die im Markt frei zugänglich sind und die einen umfassenden Marktüberblick in einer oder mehreren Sparten bieten sowie eine vollständige Abdeckung verkaufsoffener Tarifprodukte auf dem Markt anstreben“, grenzt Rohde diese Anbieter gegenüber der anderen Gruppe der Konzept- und Spezial-Vergleicher ab. „Hierbei handelt es im Regefall um Pools, die exklusive Versicherungskonzepte und/oder nur eine nach bestimmten Kriterien beschränkte Anzahl von Tarifen vergleichen, wie z.B. den Leistungsumfang“, ergänzt Rohde.

Unter anderem wurden folgende Fragestellungen untersucht:


Welche Vergleicher setzen die Makler in welchen Sparten und in welchen Fällen ein?
Was ist die Motivation für die Nutzung der Vergleicher und wann verzichten Makler auf deren Nutzung, um z.B. den Tarifrechner des VU zu nutzen?
Wie ist der Funktionsumfang und die technische Anbindung der Vergleicher an das MVP und der Workflow zu den Versicherern (Prozessautomatisierung)?
Sind den Maklern Fehler in den Ergebnissen aufgefallen und wie zufrieden sind sie mit den Vergleichern?
Gab es Haftungsfälle aufgrund fehlerhafter Berechnungen?


Halbe Prozessoptimierung

Ein Schwerpunkt der Studie lag auf der Prozessintegration von MVP-Systemen und den Vergleicheranwendungen. Dazu wollte die dvb von den Maklern wissen, ob die Ergebnisse und Kundenangebote aus dem Vergleichsprogramm zurück an Ihr MVP übertragen werden können.

Nur etwas mehr als 50 % der Befragten gab an, dass die Daten der Ergebnisse zurück in ihr MVP übertragen werden können. Aus den Kommentaren der Makler wird ersichtlich, dass es eine weitere Kategorie von Funktionsweise geben müsste: „Funktioniert nur sporadisch.“ Fast 25 % der Befragten wissen schlichtweg nicht, ob ihr MVP-System diese Funktion beherrscht. Somit kann man davon ausgehen, diese Makler haben sich mit den Digitalisierungsansätzen im Maklerbüro noch nicht weiter beschäftigt.

Massensparten werden bevorzugt behandelt

Bei der Frage, von welchem klassischen Vergleicher die Daten der Ergebnisse zurück in das MVP übertragen werden, wurden nahezu alle genannt. Somit beherrschen diese zwar grundsätzlich die Übermittlung von Anträgen zum MVP und Versicherer, es hängt aber von der jeweiligen Kombination „MVP-Vergleicher-Versicherer“ ab, ob der gesamte Angebots- und Antragsprozess vollständig prozessual unterstützt wird. Offensichtlich haben die Vergleicher von Massensparten den Mehrwert dieses Prozesses erkannt.

Vergleicher sind nicht wegzudenken - aber hohe Fehlerquoten

Viele Makler machten in den Kommentaren deutlich, der Einsatz von Vergleichern sei auf Grund der Marktvielfalt und der Notwendigkeit einer ausgewogenen und objektiven Marktuntersuchung unverzichtbar. Aber inwieweit können sich die Makler auf die Ergebnisse verlassen?

Nahezu 70 % der Teilnehmer sind schon einmal fehlerhafte Ergebnisse bei Verwendung der Vergleicher aufgefallen. 10 % der Befragten geben an, sie hätten sogar viele fehlerhafte Ergebnisse entdeckt. Lediglich 30 % der Befragten konnten bis jetzt noch keine Fehler feststellen.

Als Folge verifizieren rund 50 % der Makler die erhaltenen Ergebnisse und verlassen sich somit nicht blind auf die Ergebnisse der Vergleicher. Überwiegend erfolgt die Verifizierung über die Tarifrechner der Versicherungsunternehmen.

In den zahlreichen Kommentaren werden diverse verschiedene sowohl inhaltliche als auch systematische Fehlergründe genannt. Teilweise beschreiben die Makler gleich die Ursache für das Vorhandensein der Fehler.

Häufig kritisieren die Makler, die errechneten Prämien würden nicht mit der Tarifsoftware der Versicherer korrespondieren und die Prämien seien oft nicht aktuell. Auch wird das Fehlen von Versicherern bzw. ein falsches Ranking von leistungsstarken Tarifen in der Auswertung mehrfach bemängelt. Gleichfalls tauchen Kommentare zu inhaltlichen Fehlern bei den Leistungsaussagen mancher Vergleicher auf.

Versicherer profitieren

„Insbesondere die Versicherungsgesellschaften profitieren von der Studie, denn Vergleicherwissen ist ein wichtiger Bestandteil der Vertriebsunterstützung“, ist Friedel Rohde überzeugt. „Das Wissen um die Maklergewohnheiten und deren Erwartungshaltung versetzt die Projektteams in die Lage, vertriebsstarke Anbindungen an die Vergleicher erfolgreich umsetzen. Davon profitieren dann sowohl Produktgeber als auch Vertriebspartner.“

Begleitender Praxisworkshop

Um die fachlichen Ergebnisse dieser dvb-Marktstudie auch im technischen Bereich zu komplettieren, wird die dvb-Marktstudie durch einen Praxisworkshop ergänzt. Darin erhalten Fach- und Entwicklungsteams praktische Tipps und Tricks von erfahrenen Profis.

Den Ergebnisband der Studie sowie die Workshopteilnahme bietet die dvb im Bundle für 1.890 Euro an. Im Einzelbezug kostet die Studie 1.290 Euro und der Workshop 890 Euro, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Eine ausführliche Liste der den Maklern gestellten Fragen und eine Bestell- und Anmeldemöglichkeit gibt es auf der Internetseite der dvb.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Scheckkartenmissbrauch durch Kriminelle – Schadenersatzansprüche gegen die Bank!

, Finanzen & Versicherungen, MPH Legal Services

Was können Opfer unerlaubter Bargeldabhebung durch Dritte tun? Scheck- und Kreditkarten sind grundsätzlich dadurch gekennzeichnet, dass sie...

Adoption eines Kindes: Auf was Eltern beim Versicherungsschutz achten sollten

, Finanzen & Versicherungen, uniVersa Versicherungen

Die Zahl der adoptierten Kinder und Jugendlichen ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. In 2016 haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes...

Tele Columbus wächst weiterhin bei allen relevanten Zielgrößen im dritten Quartal

, Finanzen & Versicherungen, Tele Columbus Gruppe

. - Umsätze im Q3 wachsen um 4,3% im Jahresvergleich auf EUR 123,3 Millionen - Normalisiertes EBITDA wächst um 7,2% auf EUR 68,3 Millionen gegenüber...

Disclaimer