Dienstag, 28. Februar 2017


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Eiswein mit 257° Öchsle geerntet vom Winzerkeller Auggener Schäf

(lifePR) (Achern, ) Über ein rekordverdächtiges Mostgewicht von 257 Grad Öchsle bei der Eisweinlese freuten sich Kellermeister Andreas Philipp und Vorstandsvorsitzender Günter Rüdlin vom Winzerkeller Auggener Schäf im südbadischen Markgräflerland. In der Nacht vom 19. auf den 20. Dezember 2009 zeigte das Thermometer knackige minus 15 Grad Celsius im Winzerdorf, so dass Kellermeister Andreas Philipp am Sonntagmorgen zur Eisweinlese rief. Vorstand, Aufsichtsrat und Kellermeister haben in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang die letzten Gutedel-Trauben des Jahrgangs 2009 gelesen. Auf einer Fläche von 25 Ar hat Winzer und Aufsichtratsmitglied Friedrich Krumm die Trauben für die edelsüße Weinspezialität hängen lassen. Der Lohn für kalte Finger- und Nasenspitzen: über 300 Liter Gutedel-Eiswein mit einem rekordverdächtigen Mostgewicht von etwa 257 Grad Öchsle.

Nebenbei: Eiswein zählt zu den edelsüßen Weinen, Tropfen, bei denen man sozusagen eine Explosion von exotischen, süßen Aromen in der Nase und am Gaumen erlebt. Sie sind aber nicht gesüßt, es ist alles Natur. Durch die hohen Öchslegrade konserviert sich der Most ein Stück weit selbst und gärt nicht durch. Es verbleibt eine natürliche, hochreife und edle Süße.

8 Grad minus darf es höchstens haben, wenn man bei diesen Temperaturen überhaupt von "hoch" reden kann. Sonst darf das Ergebnis nicht Eiswein heißen. Denn die Trauben müssen in gefrorenem Zustand in die Kelter kommen. So bleibt beim Pressen Wasser als Eis zurück, und es entsteht eine natürliche Konzentration. Je kälter je besser! Für den Winzer bedeutet Eiswein jedoch ein hohes Risiko. Längst sind alle Weinberge darum herum geerntet. Alle Vögel stürzen sich auf seinen Rest.

Es darf auch nicht zuviel regnen, damit sich die Trauben halten. Dann das Hoffen auf eine kalte Nacht mit noch unter minus 8 Grad, denn damit muss die Kelter erreicht werden. Wenn solche Temperaturen schon im Dezember kommen, ist es gut. Oft muss der Winzer bis in den Januar warten. Los geht es dann noch bei Dunkelheit. Denn die ersten Sonnenstrahlen nach klaren und kalten Winternächten lassen die Temperaturen rasch steigen. Beim Kosten eines solch edelsüßen Tropfens sind dann aber rasch alle Mühen vergessen. Foto:Winzerkeller Auggener Schäf

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