THEnergy-Studie: Erneuerbare Energien verbessern Verhandlungsposition von Bergbauunter-nehmen gegenüber Strom- und Diesel-Lieferanten

Mit ersten Wind- und Solar-Pilot-Projekten als Druckmittel können Energiekosten um bis zu 20% gesenkt werden

(lifePR) ( München, )
Anfang des Monats haben zwei Meldungen das Interesse an dem Thema erneuerbare Energien und Bergbau weiter beflügelt. Sandfire Resources verkündete, dass sie eine 10,6 MW PV-Anlage für ihre DeGrussa-Kupfer-Mine im Westen von Australien bauen werden. Das Projekt wird damit rund 10-mal so groß sein, wie die bisher größte Solar-Diesel-Hybrid-Anlage im Bergbausektor. Gerade einmal eine Woche später gab das auf Südafrika fokussierte Unternehmen Sibanye Gold Pläne über einen 150 MW Solarpark bekannt. Ziel ist es, Kontrolle über die Energiekosten zu gewinnen, die ca. 20% der Gesamtkosten ausmachen. Es ist zu erwarten, dass dies nur ein Schritt im Rahmen einer strukturellen Veränderung im Bergbau hin zu erneuerbaren Energien ist.

Ein ähnliches Bild kommt aus anderen Industrien: IKEA, Google, Apple, Facebook, Microsoft und Amazon haben sich an einigen der weltweit größten Solar- und Windprojekten beteiligt. Immer mehr industrielle Verbraucher tragen zu der Erzeugung ihres eigenen Stroms bei.

Die neue Studie von THEnergy basiert auf 32 Interviews mit Experten aus dem Bergbau-, dem Finanz- und dem erneuerbaren Energien-Sektor. Sie zeigt, dass viele Bergbauunternehmen mit ihren Energielieferanten nicht zufrieden sind. Öl- und Kohlepreise sind auf ein Sechs-Jahres-Tief gefallen. Jedoch sehen dies viele Bergbauunternehmen nicht auf ihrer Strom- bzw. Dieselrechnung. Vielfach werden die gefallenen Energiepreise nicht vollständig an die industriellen Verbraucher weitergegeben. Ein zweiter Grund - hauptsächlich gültig für Afrika, Teile von Asien und Südamerika - ist, dass die Energieversorgung nicht sehr zuverlässig ist. In diesen Regionen haben netzgekoppelte Minen mit Lastabschaltungen und Stromausfall zu kämpfen, was für einige Bergbau-Prozesse besonders kritisch ist. Hinzu kommen lange Wartezeiten für Netzanschlüsse und fehlende Kundenorientierung auf Seiten der Energieversorger und Diesellieferanten. Diese Einflussfaktoren erklären die Unzufriedenheit vieler Bergbauunternehmen mit ihren aktuellen Energieversorgern.

In zahlreichen Bergbauländern hat die Marktstruktur in der Energieversorgung monopolistische Züge und ist charakterisiert durch geringen Wettbewerb. In diesem Zusammenhang brechen die erneuerbaren Energien den Markt auf und können vielfach eine interessante Alternative bieten. Die THEnergy-Studie zeigt, dass Bergbauunternehmen ihre Verhandlungsposition wesentlich verbessern können, wenn sie bereits erste Wind- oder Solar-Pilotprojekte gebaut haben. Es wird geschätzt, dass große Bergbauunternehmen dann in Verhandlungen ihren Strompreis um bis zu rund 20% und ihren Dieselpreis um bis zu rund 15% auf Gruppenebene verbessern können. Dazu müssen sie die Anlagen nicht unbedingt selbst finanzieren. General gibt es externe Investoren, die in der Lage sind Stromabnahmeverträge auf der Basis von erneuerbaren Energien anzubieten und Solar- bzw. Wind-Anlagen an nicht-netzgekoppelten Minen zu finanzieren (vgl. THEnergy Studie 12/2014).

"Solar- und Windenergie haben nicht nur kostenmäßig konventionelle Energien in vielen Anwendungsfällen überholt, sie verbessern darüber hinaus auch noch die Verhandlungsposition von

Bergbauunternehmen gegenüber ihren aktuellen Energieversorgern", fasst Dr. Thomas Hillig, Gründer von THEnergy zusammen. "Bergbauunternehmen, die dieses Potential verstehen, werden nicht lange warten, erste Solar- und Wind-Pilotanlagen zu bauen."
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