Zwillinge sind Nadeln im Heuhaufen für Leukämiepatient

Dortmunder Studentinnen schenken Chance auf Leben

(lifePR) ( Tübingen, )
Die eineiigen Zwillingsschwestern Sarah und Amira kommen beide als Knochenmarkspenderinnen für einen Leukämiepatienten in Frage. Per Los entschieden sich die Geografiestudentinnen, wer von ihnen nun am 15. Februar in Hameln die Chance auf ein Leben gibt.

"Als wir den Brief von der DKMS geöffnet hatten, konnten wir es zunächst nicht glauben. Fest stand jedoch: wir machen das. Ein Nein kam uns erst gar nicht in den Sinn", sagt Sarah. Bei der Entscheidung, ob nun Amira oder Sarah spendet, gehen die Zwillingsschwestern pragmatisch vor. "Wir haben einfach das Los entscheiden lassen, damit keiner bevorzugt wird. Und ich habe mich dann selbst gezogen", so Sarah.

Noch vor ihrem Abitur im April 2007 hatten sich die Schwestern bei einer Aktion der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei für eine erkrankte Schülerin aus Dortmund aufnehmen lassen. Per Radioaufruf erfuhren die heute 21-jährigen Studentinnen von der Leukämieerkrankung eines Mädchens aus der Region.
Die Registrierung war schon fast vergessen, als Mitte Dezember 2010 ein Brief von der DKMS im Briefkasten liegt, in dem sie beide zur Spende für einen Patienten angefragt werden. Zunächst nicht ungewöhnlich, dass bei eineiigen Zwillingen beide in Frage kommen. Bei genaueren Untersuchungen kristallisiert sich jedoch meistens heraus, dass ein Zwilling gegebenenfalls doch noch ein bisschen besser für die Patientenbelange passt als der andere. Bei Sarah und Amira kann sich der suchende Patient jedoch doppelt freuen, denn medizinisch kommt jede von ihnen in Frage. Damit hat er gleich zwei Sechser im Lotto.
Sollte eine ausfallen, spendet die andere. "Das es wirklich absolut egal ist, wer von den eineiigen Zwillingen spendet, ist mir in 17 Jahren, die ich nun bei der DKMS arbeite, noch nicht untergekommen", sagt Gabi Rall, DKMS Medical Business Development.

Zur Knochenmarkspende ins Kreiskrankenhaus an der Weser nach Hameln begleitet Amira Sarah. Schließlich sind die Zwillinge nicht nur genetisch eng mit einander verbunden. Von klein auf gehen sie gemeinsam ihren Lebensweg. Bis heute sind sie nie getrennt gewesen.
Die Zwei wählten das gleiche Studienfach, zunächst Wirtschaftswissenschaften, dann entschieden sie sich für Geografie.
Zudem wohnen sie zusammen. Sie haben ihren eigenen Freundeskreis, dennoch gibt es kaum Tage, an denen sie sich nicht sehen und Zeit miteinander verbringen, zum Beispiel das gemeinsame Kochen. Auf die Frage, wo sie sich denn unterscheiden, sagt Sarah: "Klamotten und Frisur. Ich bin eher sportlich, Amira elegant".
Ein wenig aufgeregt ist Sarah vor der Spende. Schließlich macht man so etwas nicht jeden Tag, und bisher kennen sie und ihre Schwester niemanden, der schon gespendet hat.
Die Freunde der Zwillingsschwestern finden ihr Engagement toll. Sie unterstützen die Schwestern und möchten sich ebenfalls registrieren lassen, um vielleicht auch irgendwann einmal helfen zu können. Und was sollte schief gehen? Sarah hat doch ein Backup, ihre Schwester Amira.
Aber zunächst gilt es noch eine Klausur zu meistern und den 22sten Geburtstag zu feiern.

Hintergrund: Auch wenn Sarah und Amira helfen können, sucht alleine in Deutschland jeder fünfte Patient vergeblich nach seinem passenden Spender. Manchmal findet sich einer unter 20.000. Oft gibt es keinen unter Millionen Registrierten. Jeder Einzelne zählt und kann helfen.
Ob mit einer Aufnahme in die DKMS und oder einer Geldspende.
Ausführliche Informationen unter www.dkms.de.

Fotomaterial von der Stammzell- oder Knochenmarkspende finden Sie unter http://www.dkms.de/presse/allgemeine-presseinfos/index.html. Wir würden uns freuen, wenn Sie auf unsere Internetseite www.dkms.de verweisen. Dort finden Sie und Ihre Leser außerdem alle wichtigen Informationen zur Typisierung, Stammzellspende und News.
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