Freitag, 24. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 669816

JAN VOSS - Neue Werke - New works

Frankfurt am Main, (lifePR) - .
DIE GALERIE Frankfurt am Main
7. September – 4. November 2017
Nicht öffentliche Vernissage: Mittwoch, 6. September 2017

Als Jan Voss (*1936 in Hamburg) Ende der 1950er Jahre das erste Mal nach Paris kommt, beflügelt ihn die ästhetische Freiheit und der sich anbahnende Umbruch der Malerei in die Abstraktion. Paris wird ab 1960 seine neue Heimat, hier entwickelt er eine unverwechselbare Handschrift im kritischen Verhältnis zur Form. Zwischen Abstraktion und Figuration führt seine Hand die Linie und schreibt bewegte Geschichten, groteske und humorvolle Episoden vom menschlichen Sein.

Das „Chaos“, das er in der Stadt Paris mit seinen belebten Straßen und geschäftigen Märkten vorfindet, spiegelt sich bald in seiner Malerei wider. Die Figur hält Einzug in seine Bildwelt, scheinbar flüchtig auf das Papier oder die Leinwand gekritzelt steht sie jedoch in keinem sichtbaren Zusammenhang zu ihrer Umwelt. Durch horizontale Linien versucht Voss eine gewisse Ordnung zu schaffen; eine Erzählung im klassischen Sinn, wie es durch die anfängliche Comicstripartige Reihung suggeriert wird, findet indes nicht statt.

Von diesen Anfängen ist bis heute die Linie geblieben. Sie verbindet die vielgestaltigen Arbeiten Jan Voss‘, die Zeichnungen, Malerei, Collagen, Holz- und Papierreliefs sowie dreidimensionale Objekte umfassen.

"Bei manchen Bildern beginne ich damit, einen Vorrat an Fragmenten vorzubereiten, die ich auf meine leere Leinwand oder mein leeres Papier lege. Sobald diese Elemente collagiert sind, muss eine Beziehung zwischen ihnen erfunden werden, eine Beziehung – sie wird im Allgemeinen durch ein Liniennetz hergestellt – die diese parzellaren Elemente miteinander verbindet und deutbar macht. Es ist ähnlich wie bei Wörtern, die man miteinander in Beziehung setzt, um einen Satz zu bilden. Bei den Reliefs und Skulpturen ist die Vorgehensweise vergleichbar, das Liniennetz wird dann allerdings durch ein Raster ersetzt."

Jan Voss  beschäftigt sich weiterhin mit dem geordneten Chaos. Linien und Zeichen greifen ineinander und überschneiden sich. Die Linie wird tatsächlich zum plastischen Bindfaden, mit dem Voss seine gefalteten, monochromen Papierreliefs zusammennäht.
In seinen Kompositionen füllt er Raumfelder mit Farbe und lässt zugleich Zwischenräume entstehen, durch die der weiße  Malgrund hindurchscheint. Aus Farbe und Form wachsen Gestalten, die sich aus den Linien stetig zusammensetzen und wieder auseinanderdriften. Gestalt und Auflösung, Chaos und Ordnung, Rhythmus und Ruhe halten sich dabei die Waage. 
 
Der Betrachter ist stets versucht, die vermeintlich erzählte Geschichte zu erkennen, zu entziffern, zu verstehen. Doch zwischen Les- und Deutbarkeit besteht eine Diskrepanz, die schwer zu überwinden ist, da Voss keinerlei Regeln der narrativen Malerei folgt.
 
In einer zweiten Einzelausstellung präsentiert DIE GALERIE den eigenwilligen wie spannenden Maler Jan Voss mit 50 neuen Werken der letzten Jahre. Gezeigt werden neben Arbeiten auf Leinwand und Papier auch Collagen und Reliefs. In ihrer intensiven Farbigkeit und kindlich-wilden Bildsprache arbeiten sie thematisch mit Ironie, Witz und Naivität, sind politisch und dabei stets zeitgemäß.

Ausstellung:
JAN VOSS - Neue Werke | New works

Adresse:
DIE GALERIE
Grüneburgweg 123
60323 Frankfurt am Main

Ausstellungsdauer:
7. September – 4. November 2017

Vernissage:
Mittwoch, 6. September 2017, 18.30 Uhr
(Nicht öffentlich, nur nach vorheriger Anmeldung)

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