Montag, 18. Dezember 2017


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Familienunternehmer kritisieren Forderung nach einer 28-Stunden-Woche

Reinhold von Eben-Worlée: Auszeiten für die einen dürfen nicht zu Lasten und auf Kosten der anderen gehen

Berlin, (lifePR) - Der Vorstand der IG-Metall geht mit der Forderung nach einer 28-Stunden-Woche in die Tarifverhandlungen. Dabei gibt es kaum eine Branche, die sich so um ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit sorgen muss wie die Metallindustrie. Dieselgate, Elektromobilität und Stahlkonzentration sind Symptome der im weltweiten Wettbewerb ums Überleben kämpfenden Metallproduzenten, -verarbeiter, -zulieferer und -dienstleister. Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER: „Eine 28-Stunden-Woche klingt für den Einzelnen zunächst nicht schlecht. Doch die Stunden, die er nicht arbeitet, müssen von anderen ausgeglichen werden. Ähnlich verhält es sich mit den geforderten Zuschüssen für die Betreuung von Familienangehörigen. Die müssen von anderen erst einmal erwirtschaftet werden. Auszeiten für die einen dürfen nicht zu Lasten und auf Kosten der anderen gehen. Zudem würde eine 28-Stunden-Woche den Fachkräftemangel enorm verschärfen. Der wird umso gravierender je weniger Mitarbeiter ein Unternehmen hat.“

Von Eben-Worlée weiter: „Wir Familienunternehmer sind die ersten, die versuchen, in Fällen von Pflege und Kindern unseren Mitarbeitern Möglichkeiten zu eröffnen und Kompromisse zu finden. Um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, ist ein vernünftiges Miteinander überlebenswichtig. Die Zugeständnisse dürfen aber nicht so teuer werden, dass sie ein Unternehmen in Schwierigkeiten bringt. Ich habe den Eindruck, einige Gewerkschafter überdrehen dermaßen mit ihren Forderungen, weil sie nur noch sinkende Mitgliederzahlen im Kopf haben. Darüber vergessen sie, dass solche Ideen immens viel Geld kosten, und das erst einmal erwirtschaftet werden muss. Die Stahlindustrie wird in der Zukunft jeden Euro brauchen, um den internationalen Strukturwandel ohne Blessuren bei gleichzeitiger heimischer Produktion und Beschäftigung zu überstehen. Da kommen Forderungen nach der 28-Stunden-Woche gerade für die vielen mittelständischen Zulieferbetriebe, von denen nicht wenige um ihre Existenz kämpfen, zur Unzeit.“ 

 

Die Familienunternehmer - ASU e.V.

DIE FAMILIENUNTERNEHMER folgen als die politische Interessenvertretung für mehr als 180.000 Familienunternehmer den Werten Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung. Die Familienunternehmer in Deutschland beschäftigen in allen Branchen rund 8 Millionen Mitarbeiter und erwirtschaften jährlich einen Umsatz in Höhe von 1.700 Milliarden Euro.

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