Erbschaftsteuerreform: Familienunternehmer verlieren Glauben an die Wirtschaftskompetenz der Union

Lutz Goebel: Statt minimalinvasiv vorzugehen, holt Schäuble die Axt raus

(lifePR) ( Berlin, )
Bundesfinanzminister Schäuble konkretisiert seine Pläne hinsichtlich der Erbschaftsteuerreform. Laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung plant er, auch das private Vermögen der Erben oder Beschenkten in die Bedürfnisprüfung einzubeziehen. Darüber hinaus will der Finanzminister die Bedürfnisprüfung bereits ab einer Summe von 20 Millionen Euro je Erwerb durchführen und die Grenze für zulässiges Verwaltungsvermögen bei 10 Prozent ansetzen.

"Herr Schäuble hat nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts versprochen, minimalinvasiv bei der Erbschaftsteuerreform vorzugehen. Nun rückt er von seinen Vorsätzen ab, holt die Axt raus und setzt sie an das Familienunternehmertum sowie an unsere einzigartige Finanzierungskultur in Deutschland an", kritisiert Lutz Goebel, Präsident des Verbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER. "Statt angelsächsischer Kapitalmarktorientierung setzen Familienunternehmer auf langfristiges, verantwortliches Denken. Die Pläne der Union konterkarieren das komplett. So soll Privatvermögen in der Bedürfnisprüfung berücksichtigt werden. Das ist allem Anschein nach verfassungswidrig, da es zu unverhältnismäßigen Doppelbelastungen führt. Auch die 10-Prozent-Grenze für zulässiges Verwaltungsvermögen ist unterirdisch und entbehrt jeglicher betrieblicher Praxislogik. So waren es gerade die eigenkapitalstarken Familienunternehmen mit ihren Rücklagen - auch in Form von Verwaltungsvermögen - die Deutschland über die letzte Krise hinweggeholfen haben."

Goebel weiter: "Der Union muss bewusst sein, dass die Familienunternehmer in Deutschland den Glauben an die Wirtschaftskompetenz von CDU und CSU verlieren, wenn das Familienunternehmertum durch die Erbschaftsteuerreform so geschädigt wird."
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