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Pressemitteilung BoxID: 613922 (DICO - Deutsches Institut für Compliance)
  • DICO - Deutsches Institut für Compliance
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2. DICO Talk - "Sportsponsoring - Ein Win-Win Geschäft?"

Kein Sponsoring ohne Compliance

(lifePR) (Berlin, ) Einer ebenso spannenden wie aufschlussreichen Diskussion rund um das Thema „Compliance und Sponsoring“ lauschten am Dienstagabend die Zuhörer im Konferenzzentrum der Telekom-Zentrale. Eingeladen hatte das Deutsche Institut für Compliance, kurz DICO genannt. DICO-Vorstandssprecherin Manuela Mackert, im Hauptberuf Chief Compliance Officer der Deutschen Telekom AG, begrüßte zunächst das zahlreich anwesende Publikum. Im Anschluss eröffnete Thomas Lösler, Compliance Chef der Allianz SE und Mitglied des DICO-Verwaltungsrates, die Experten-Runde.

„Compliance und Sportsponsoring – ein Win-Win Geschäft?“ lautete die provokante Fragestellung, über die Silvia Schenk (Transparency International Deutschland), Inka Müller-Schmäh (Geschäftsführerin der Vereinigung der Sportsponsoring-Anbieter), Prof. Alexander Brink (Institut für Philosophie der Uni Bayreuth), Flavio Bertoli (Head of Compliance, LEDVANCE GmbH) und Stephan Althoff (Leiter Konzernsponsoring Deutsche Telekom und Vorstandsvorsitzender der Sponsorenvereinigung S20) diskutierten.

Silvia Schenk plädierte gleich dafür das Fragezeichen zu streichen: „Das Compliance – wie häufig behauptet – Sponsoring verhindert ist schlichtweg falsch. Sich an gesetzliche Vorschriften zu halten kann Sponsoring im Gegenteil glaubwürdiger machen“ sagte sie und fügte hinzu: Entscheidend sei die Balance des Handelns. Wirtschaftsethiker Alexander Brink vertrat die These, dass Sponsoring immer mehr auch für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung stehe: „Viele Unternehmen rücken von der reinen Profitorientierung ab, parallel werden die privaten Non-Profit-Organisationen immer professioneller. Beide Akteure am Markt bewegen sich also aufeinander zu – und genau an der Schnittstelle entstehen für Sponsoring neue Möglichkeiten.“

Inka Müller-Schmäh, auch als FIFA-Schiedsrichterin aktiv, stellte noch einmal die Einzigartigkeit des deutschen Sportsystems heraus. „Viele nennen es Vereinsmeierei, aber das Miteinander von Vereinen, Verbänden, Ligen und Sponsoren bietet auch große Chancen – die sollten wir gemeinsam nutzen“, forderte sie. Natürlich unter der Beachtung von transparenten Regeln. Dass sich Rechtsfragen nicht nur im Profisport stellen, machte Flavio Bertoli, Compliance-Chef der Osram-Tochter LEDVANCE klar: „Klüngelei gibt’s auch auf dem Dorf. Der Amateurverein muss sich bei der Zusammenarbeit mit Sponsoren auch an gesetzliche Vorschriften halten.“ Stephan Althoff wies schließlich darauf hin, dass Sponsoring heute ohne Hinzuziehung von Compliance-Spezialisten gar nicht mehr denkbar sei: „Wir brauchen einander um einen möglichst verlässlichen Rahmen für unser Tun zu schaffen. Das klappt bei der Telekom übrigens hervorragend“, sagte er in Richtung von Manuela Mackert, die anschließend Moderator Lösler und der Talkrunde dankte: „Auch wenn wir heute Abend gelernt haben, das absolute Rechtssicherheit eine Illusion ist, bleibt doch die Erkenntnis dass wir gemeinsam mehr erreichen können. Daran sollten wir arbeiten.“