Samstag, 18. November 2017


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"Wir wollen niemanden alleinlassen" - Neues Angehörigen-Café unterstützt Familien und Freunde psychisch kranker Menschen

Karlsruhe, (lifePR) - Unter einer psychischen Erkrankung leiden nicht nur die Betroffenen selbst. Auch für Angehörige kann die Situation extrem belastend und verunsichernd sein. Das Zentrum für seelische Gesundheit im Diakonischen Werk Karlsruhe erweitert daher sein Angebot um ein Angehörigen-Café speziell für Familienmitglieder und Freunde psychisch kranker Menschen.

„Die Diagnose einer psychischen Erkrankung bringt vor allem auch eine große Unsicherheit für alle Beteiligten mit sich“, wissen Nina Effmert und Thomas Murr, die das Café leiten. „Viele Angehörige scheuen sich davor, mit Freunden oder Bekannten zu sprechen, und fühlen sich erst mal alleingelassen.“

Die Klienten/-innen, welche die Angebote des  Zentrums für seelische Gesundheit nutzen, leiden an verschiedenen psychischen Erkrankungen wie z.B. Depressionen und Schizophrenie. Die Mitarbeitenden des Zentrums haben in den vergangenen Monaten ein wachsendes Bedürfnis bei Angehörigen wahrgenommen, Antworten und Informationen zu den jeweiligen Krankheitsbildern zu erhalten, Tipps im Umgang mit der belastenden Situation – oder einfach nur eine Möglichkeit zu haben, sich mal auszusprechen.

Das Angehörigen-Café wird ab 4. September, alle 14 Tage montags von 17 bis 19 Uhr im Zentrum für seelische Gesundheit, Stephanienstraße 16 stattfinden und wird von hauptamtlich Mitarbeitenden der Einrichtung geleitet. Neben dem Austausch von Erfahrungen und Informationen sowie gemeinsam geplanten Freizeitaktivitäten (z.B. Kochen, Spiele-Abende ect.) werden regelmäßig Fachreferenten über verschiedene hilfreiche Themen berichten.

Das Angehörigen-Café ist ein kostenloses Angebot und steht Familienmitgliedern und Freunden psychisch erkrankter Menschen offen – unabhängig davon, ob jene ebenfalls Angebote des Zentrums für seelische Gesundheit nutzen.

Hintergrund
Das Zentrum für seelische Gesundheit – in gemeinsamer Trägerschaft von Stadt, Caritasverband und Diakonischem Werk – bietet für psychisch kranke Menschen ein breites Angebotsspektrum von niederschwelliger Beratung und persönlicher Begleitung in Krisenzeiten über Freizeitaktivitäten, Sport-, Musik- und Kreativgruppen bis hin zu tagesstrukturierenden Beschäftigungs-angeboten. Das Zentrum kooperiert mit Fachärzten, Kliniken und weiteren Beratungseinrichtungen. 

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