Computerspiele - besonders Jungen sind suchtgefährdet/ Kontakt mit dem realen Leben ist wichtig

Return - Fachstelle für exzessiven Medienkonsum stellt ihre Arbeit in Hannover vor

(lifePR) ( Hannover, )
Nach einer deutschlandweiten repräsentativen Befragung von 15jährigen sind 1,7 % der Jugendlichen abhängig von Computerspielen. Jungen stellen die überwiegende Mehrheit der Abhängigen. Darauf hat jetzt der Psychologe des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen, Dr. Florian Rehbein, hingewiesen. Er sprach anlässlich eines Empfangs zum Trägerwechsel von "return - Fachstelle für exzessiven Medienkonsum". Das Forschungsinstitut ist Kooperationspartner der Fachstelle, die seit Herbst 2011 eine Einrichtung des Diakoniewerkes Kirchröder Turm in Hannover ist. Wie Rehbein weiter sagte, beinhalten Online-Rollenspiele aufgrund ihrer Belohnungs-struktur, der sozialen Komponente und dem Fehlen eines natürlichen Spielschlusses das größte Suchtrisiko. Er forderte deswegen die verstärkte Aufklärung von Eltern schon in der Grundschule und den Ausbau von Versorgungsangeboten für Computerspielabhängige.

Der Leiter der Fachstelle, der Diplompädagoge Eberhard Freitag, machte auf die zunehmenden Herausforderungen aufmerksam, die das Internet auslöse. Mit seinen unendlich vielen, hochgradig attraktiven und gefühlsregulierenden Angeboten stelle es für die nachwachsende Generation eine zunehmende Gefahr dar. Deswegen habe sich return neben der Beratung und Begleitung von Abhängigen auf die Prävention spezialisiert. So seien die Mitarbeiter der Fachstelle dabei, Material für die Prävention des Konsums von Internetpornographie zu erstellen. Es solle Multiplikatoren in Schule und Jugendarbeit zur Verfügung gestellt werden. "Wenn wir auch in Zukunft den Anspruch haben, Kinder zu erziehen und ihnen zu helfen zu verantwortlichen Erwachsenen heranzureifen, müssen wir uns intensiver und tiefgründiger mit dem Thema Mediennutzung auseinandersetzen", so Freitag. Dazu müssten auch die Gewinne und Verluste kritisch und ehrlich abgewogen werden.

Pastor Michael Borkowski, Geschäftsführer des Diakoniewerkes Kirchröder Turm, wies darauf in, dass es in der weiteren Entwicklung von return im Diakoniewerk ein Ziel ist, das Betroffene immer wieder Kontakt mit Lebendigem bekommen, seien es Tiere, sei es Natur, seien es hilfebedürftige Menschen. Dabei ist es für suchtgefährdete Jungen und Mädchen wichtig, selbst zu erfahren, dass sie im konkreten Leben etwas bewirken können und Bedeutung haben.

Gut 100 Besucher aus den Bereichen Schule, JobCenter, Sucht-, Jugend- und Erziehungshilfe aus Hannover nutzten den Empfang, um sich vor Ort einen Eindruck über die vielfältigen Aktivitäten der Fachstelle zu verschaffen.

Return wurde im Jahr 2008 als Arbeitszweig der Suchthilfeeinrichtung Neues Land in Hannover gegründet. Die Einrichtung muss bislang leider ohne jede öffentliche Förderung auskommen.

Ziel der Arbeit ist es, Kindern und Jugendlichen einen angemessenen Umgang mit PC und Internet zu vermitteln, der die Chancen nutzt und Risiken vermeidet. Daneben werden Menschen, die sich in den Weiten virtueller Welten verloren haben, kompetente Hilfe durch Beratung und Therapie angeboten.

Das Diakoniewerk Kirchröder Turm e.V. ist der diakonische Arm der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden in Hannover mit 12 Einrichtungen der Arbeitsfelder Bildung, Junge Generationen und Familien, Senioren und Pflege, Beratung, Auslandsdienst in Israel. Zum Diakoniewerk Kirchröder Turm gehören über 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Sitz der Geschäftsführung des Diakoniewerkes Kirchröder Turm e.V. befindet sich in der Kirchröder Straße 46 in 30559 Hannover. Geschäftsführer ist Pastor Michael Borkowski.
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