Importe von Arzneimitteln - Nutzen und Risiken

(lifePR) ( Berlin / Augsburg, )
In den letzten Wochen werden in den Medien immer neue Botschaften von einzelnen Interessensgruppen platziert, die sich gegen den Import von Arzneimitteln aussprechen.

Dabei wird den Importeuren vorgeworfen, das Einfallstor für Fälschungen zu sein und die Arzneimittelsicherheit zu gefährden. Ferner seien die Importeure mit nur unzureichenden Zulassungsverfahren ausgestattet. Hingewiesen wird auch auf die Verbreitung von Plagiaten und einen illegalen Handel mit Arzneimitteln.

Die ganze Kampagne mündet in einer Forderung nach einem gesetzlichen Verbot von Arzneimittelimporten oder mindestens der Beendigung deren Förderung. Die Standesvertretung der Apotheker möchte erreichen, dass der Apotheker, ohne an eine Quote denken zu müssen, selbst entscheiden kann, was er abgibt und dabei Sicherheitserwägungen in den Vordergrund stellt.

In Deutschland haben wir nach unseren Erfahrungen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich den Import von Arzneimitteln genutzt und zwar um eine Versorgung mit Qualitätsarzneimitteln zu geringeren Kosten zu erreichen. Nach Berechnungen von Insight Health werden in diesem Jahr direkte Einsparungen von rund 300 Mio. Euro realisiert, die die Kassen für die bessere Patientenversorgung ausgeben können. Die seriösen Importeure, die dies in hoher Qualität und Verantwortung vornehmen, werden sich hüten, in irgendeiner Form Importe von gefälschten, manipulierten oder gefährlichen Arzneimitteln vorzunehmen. Daher bleibt der Import auch aus Patientensicht ein wichtiges Instrument der Kostensenkung.

Die Importeure mit krimineller Energie lassen sich nicht durch weitere Gesetze oder Verordnungen vom deutschen Arzneimittelmarkt fernhalten, sondern nur durch bessere Kontrollen und durch internationale Zusammenarbeit. Ferner sollten die Apotheker schon heute darauf verzichten, bei diesen namentlich bekannten Firmen einzukaufen. Das wäre ein schon heute angemessenes und mögliches Marktverhalten.

Die Risiken können ausgeschaltet werden, wenn für die möglichen und notwendigen Importe von Arzneimitteln seriöse Unternehmer agieren und durch die Marktkräfte unterstützt werden.

Unabhängig von einseitigen Interessen kann unsererseits festgehalten werden, dass die Arzneimittelimporte auch dazu beitragen, dass die Gesetzlichen Krankenkassen und mittlerweile auch die Privaten Krankenkassen entlastet werden und zwar ohne den unendlich hohen bürokratischen Aufwand für die Abwicklung mit Rabattverträgen und Herstellerabschlägen.

Uns wurde von maßgeblichen gesetzlichen Krankenkassen übermittelt, dass diese gegen eine gesetzliche Regelung zum Importverbot von Arzneimitteln sind. Dadurch könnten die kriminellen Machenschaften von einzelnen Personen und Institutionen bezogen auf den Import von Arzneimitteln nicht verhindert werden.

Die Risiken, die durch die Kostendämpfungsmethoden für die Arzneimittel für die Bürger entstehen, verbunden mit den Irritationen für die Patienten sollten in den Vordergrund der Arzneimittelsicherheit gestellt werden und nicht die Funktion von seriösen Importen von Arzneimitteln.

Dazu gehört die wichtige Orientierung auf die Versorgungssicherheit der Patienten durch die Berufsgruppen und Institutionen der Behandlung und Betreuung und eine allumfängliche und vernetzte Beratung der Patienten.
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