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Pressemitteilung BoxID: 499362 (DGB Region Dresden-Oberes Elbtal)
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Zwischen Potential und sächsischer Beschränktheit

(lifePR) (Dresden, ) Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gab heute anlässlich einer Informationsveranstaltung "Wirtschaftliche Perspektiven in der Region Dresden bis 2020" eine Pressemitteilung heraus unter dem Titel "Zwischen Potential und bundespoliti-scher Beschränkung".

Der Regionsgeschäftsführer des DGB Dresden-Oberes Elbtal, André Schnabel, kommen-tiert die Aussagen von Staatsminister Morlok so: "Die Botschaft von Minister Morlok ver-dient eher die Überschrift "Zwischen Potential und sächsischer Beschränktheit"". Es ist offensichtlich, dass der FDP zum Thema Stärkung des Wirtschaftsstandortes Sachsen nichts mehr einfällt bzw. noch nie viel eingefallen ist. Es gibt tatsächlich Gefahren für die Entwicklung in den nächsten Jahren. Diese liegen aber nicht in der Einführung des Min-destlohns - sondern ganz im Gegenteil - bei dem gefährlich niedrigen Einkommensniveau in Sachsen", ärgert sich Schnabel.

Der Freistaat Sachsen ist das Bundesland mit den viertniedrigsten Löhnen in Deutschland. Der durchschnittliche Bruttolohn in Sachsen liegt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei 2696 Euro. Das sind rund 450 Euro unter dem bundesweiten Durchschnitt. Gegenüber Bayern sind es sogar 600 Euro weniger.

"Die niedrigen Löhne in Sachsen sind ein Standorthemmnis. Gute Fachkräfte sind nur mit guten Löhnen zu bekommen. Viele Betriebe beklagen bereits jetzt einen Mangel an Fach-kräften, glauben jedoch immer noch, dass sie mit Dumpinglöhnen im Wettbewerb bestehen können. Es ist kein Wunder, dass große Betriebe in der Region kein Fachkräfteproblem haben, weil dort nach Tarifvertrag entlohnt wird.", sagte Schnabel weiter.

"Es wird endlich Zeit, dass sich der zuständige Minister um die wahren Probleme im Land kümmert und nicht Scheingefechte führt, die uns für die Zukunft nicht voranbringen. Veränderungen werden hier wohl nur durch die Landtagswahl am 31.08. zu erreichen sein", so Schnabel abschließend.