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Pressemitteilung BoxID: 519973 (DGB Region Dresden-Oberes Elbtal)
  • DGB Region Dresden-Oberes Elbtal
  • Schützenplatz 14
  • 01067 Dresden
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  • Ansprechpartner
  • André Schnabel
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Menschen mitnehmen statt Ängste verbreiten

(lifePR) (Dresden, ) Anlässlich der angekündigten 4. Demonstration des Bündnisses PEGIDA unter der Überschrift "... gegen Glaubens- und Stellvertreterkriege auf deutschem Boden" meldet sich der DGB-Vorsitzende von Dresden, André Schnabel kritisch über diese Entwicklung zu Wort. "So welt-offen die offiziellen Aussagen dieses Bündnisses auch klingen mögen, die Kernbotschaft lautet klar - wir sehen Menschen aus anderen Kulturen grundsätzlich kritisch" ist sich André Schnabel sicher. "Außerdem wird nach dem Muster argumentiert: mehr Ausländer bedeuten mehr Islam und das bedeutet dann mehr Terror und das ist nicht zu akzeptieren. Hier werden vorhandene Ängste instrumentalisiert, die am stärksten dort vorhanden sind, wo es im Alltag kaum Umgang mit Ausländern gibt bzw. auch nicht geben kann", so Schnabel weiter. Der Ausländeranteil in Dresden liegt aktuell bei knapp 5%.

"Eine Großstadt wie Dresden wird in den nächsten Jahren einen ähnlichen Weg gehen, wie andere vergleichbare Großstädte in Deutschland. In zehn Jahren wird Dresden viel bunter sein als heute. Der Ausländeranteil deutlich höher als derzeit. Für eine solche Entwicklung müssen wir die Menschen aber mitnehmen, Ängste abbauen und Neugier erzeugen, nicht umgekehrt", ist sich Schnabel sicher.

PEGIDA begann mit seinen Montagsdemos genau in dem Zeitraum, als von Seiten der Stadt die aktuellen Pläne für eine erweiterte Aufnahme von Asylbewerbern bekannt gegeben wurden. Ihre Repräsentanten treten auch in den Einwohnerversammlungen auf, in denen es um das Thema geht. In den offiziellen Verlautbarungen hört man davon allerdings nichts. Schnabel vermutet trotzdem, "das ist ihr eigentliches Thema".