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Pressemitteilung BoxID: 338316 (DGB Region Dresden-Oberes Elbtal)
  • DGB Region Dresden-Oberes Elbtal
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Billig kommt bei Bauvergabe in Dresden oft teuer!

DGB beklagt Dumping und die permanente Preisdrückerei

(lifePR) (Dresden, ) Als "nicht zielführend im Sinne von Qualität und Effizienz" hat der DGB Dresden die permanente Preisdrückerei bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen bezeichnet. Dumping und die Billigvergaben führen im Endergebnis zu späteren Mehrleistungen, die den Endpreis nach Auftragsvergabe in die Höhe treiben. DGB Regionsvorsitzender Ralf Hron reagierte am Mittwoch auf ein Interview in der heutigen Ausgabe der Sächsischen Zeitung mit Prof. Dr. Thomas Günther (Lehrstuhl für Betriebliches Rechnungswesen / Controlling an der TU Dresden). Prof. Günther macht darin deutlich, warum die endgültigen Baukosten für öffentliche Bauten der Stadt Dresden oftmals wesentlich höher ausfallen, als die ursprünglich veranschlagten Kosten. Grund dafür ist u.a., dass unter "Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit im Sinne des sächsischen Vergabegesetzes, in der Praxis immer auf das billigste Angebot verstanden wird.

Im Artikel heißt es dazu: "Die Baufirmen sagen: 'Wenn ihr billig wollt, kriegt ihr billig.' Wie ein ungeschriebenes Gesetz führt dies dazu, dass die Baufirmen ihre Gewinne mit Nachträgen machen." Der DGB Sachsen führt seit April 2012 eine Vergabegesetzkampagne durch, die sich zum Ziel gesetzt hat, diesen und weitere Missstände im aktuellen sächsischen Vergabegesetz zu beseitigen. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf haben die beiden Landtagsfraktion SPD und DIE LINKE in Zusammenarbeit mit dem DGB Sachsen Anfang Mai in den Landtag eingebracht. Zum anstehenden Gesetzgebungsverfahren führen die Gewerkschaften im DGB seit Juni Gespräche mit Abgeordneten, Bürgermeistern und Kommunalpolitiker. Dabei werden die Probleme öffentlich benannt. Und, wie im Falle der Eishalle in Dresden, auch medial begleitet. Unbedingt notwendig erachtet der DGB, dass die bisherige Praxis überdacht wird. " "Billig kommt teuer - deshalb müssen öffentliche Aufträge gesetzlich fair geregelt werden!", so Hron abschließend.