Freitag, 19. Januar 2018


  • Pressemitteilung BoxID 338316

Billig kommt bei Bauvergabe in Dresden oft teuer!

DGB beklagt Dumping und die permanente Preisdrückerei

Dresden, (lifePR) - Als "nicht zielführend im Sinne von Qualität und Effizienz" hat der DGB Dresden die permanente Preisdrückerei bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen bezeichnet. Dumping und die Billigvergaben führen im Endergebnis zu späteren Mehrleistungen, die den Endpreis nach Auftragsvergabe in die Höhe treiben. DGB Regionsvorsitzender Ralf Hron reagierte am Mittwoch auf ein Interview in der heutigen Ausgabe der Sächsischen Zeitung mit Prof. Dr. Thomas Günther (Lehrstuhl für Betriebliches Rechnungswesen / Controlling an der TU Dresden). Prof. Günther macht darin deutlich, warum die endgültigen Baukosten für öffentliche Bauten der Stadt Dresden oftmals wesentlich höher ausfallen, als die ursprünglich veranschlagten Kosten. Grund dafür ist u.a., dass unter "Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit im Sinne des sächsischen Vergabegesetzes, in der Praxis immer auf das billigste Angebot verstanden wird.

Im Artikel heißt es dazu: "Die Baufirmen sagen: 'Wenn ihr billig wollt, kriegt ihr billig.' Wie ein ungeschriebenes Gesetz führt dies dazu, dass die Baufirmen ihre Gewinne mit Nachträgen machen." Der DGB Sachsen führt seit April 2012 eine Vergabegesetzkampagne durch, die sich zum Ziel gesetzt hat, diesen und weitere Missstände im aktuellen sächsischen Vergabegesetz zu beseitigen. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf haben die beiden Landtagsfraktion SPD und DIE LINKE in Zusammenarbeit mit dem DGB Sachsen Anfang Mai in den Landtag eingebracht. Zum anstehenden Gesetzgebungsverfahren führen die Gewerkschaften im DGB seit Juni Gespräche mit Abgeordneten, Bürgermeistern und Kommunalpolitiker. Dabei werden die Probleme öffentlich benannt. Und, wie im Falle der Eishalle in Dresden, auch medial begleitet. Unbedingt notwendig erachtet der DGB, dass die bisherige Praxis überdacht wird. " "Billig kommt teuer - deshalb müssen öffentliche Aufträge gesetzlich fair geregelt werden!", so Hron abschließend.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Ihre Rechte bei einer Stromsperre

, Verbraucher & Recht, ARAG SE

Ein Leben ohne Strom? Hierzulande undenkbar. Und trotzdem gab es im letzten Jahr laut Bundesnetzagentur 328.000 Stromsperren in Deutschland....

Richtig heizen und Geld sparen

, Verbraucher & Recht, ARAG SE

Frieren war gestern. Im Winter wird in unserer Kleimazone geheizt. Es geht mittlerweile aber auch darum, Wärme in den Räumen zu halten. Denn...

Gekauft wie gesehen

, Verbraucher & Recht, ARAG SE

Wird bei einem privaten Gebrauchtwagenkauf im Kaufvertrag zum Zweck des Gewährleistungsaussc­hlusses die Formulierung "gekauft wie gesehen" verwendet,...

Disclaimer