Mittwoch, 22. Februar 2017


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Neue deutsch-niederländische Luftraumstruktur

Fluggesellschaften profitieren durch kürzere Flugrouten

(lifePR) (Langen, ) Am 11. März 2010 tritt im deutsch-niederländischen Grenzgebiet eine neue Luftraumstruktur in Kraft. Das als AMRUFRA bezeichnete Projekt wird eine Verbesserung der Flugverkehrsströme im Luftraum zwischen Frankfurt und Amsterdam bringen. Betroffen ist der Amsterdamer Ostsektor, der Eurocontrol Ruhr Sektor, der von der Vier-Staaten-Zentrale in Maastricht kontrolliert wird, und einige Sektoren der Kontrollzentrale Langen bei Frankfurt am Main. Daraus ergibt sich die Projektbezeichnung AM-RU-FRA (Amsterdam-Ruhr-Frankfurt)

Der Luftraum im deutsch-niederländischen Grenzgebiet galt schon immer als einer der komplexesten Lufträume auf der Welt. Anflüge nach Amsterdam aus südöstlicher Richtung, Abflüge aus Amsterdam in entgegen gesetzter Richtung, Frankfurter An- und Abflüge in und aus Richtung Nordwesten, wie zum Beispiel der Transatlantik-Verkehr, durchqueren den Luftraum. Hinzu kommen militärischer Luftverkehr, An- und Abflüge von und nach Brüssel sowie der Überflugverkehr von und zu anderen europäischen Metropolen. Nicht zuletzt trägt der Flugverkehr, der auf den Großflughäfen Düsseldorf und Köln startet und landet, zur Komplexität dieses Luftraums bei und das bei stetig gestiegener Anzahl von Flugbewegungen in den vergangenen Jahrzehnten. Für die Fluggesellschaften bedeutete dies oftmals Verspätungen und Umwege, die Zeit und Geld kosteten.

Bereits 2006 trafen sich daher Experten der niederländischen Flugsicherungsorganisation LVNL (Luchtverkeersleiding Nederland), der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, der Eurocontrol-Zentrale Maastricht, der niederländischen Luftwaffe RNLAF (Royal Netherlands Air Force) und der deutschen Luftwaffe, um angesichts weiterhin steigenden Luftverkehrsaufkommens eine Lösung für das Problem zu finden. Ziel war es, die einzelnen Verkehrsströme zu entflechten und auf diese Weise die Kapazität in diesem stark beflogenen Luftraum zu erhöhen.

Dies war nur durch die Zusammenarbeit und die Kompromissbereitschaft aller Partner möglich, denn einige Flugsicherungssektoren mussten restrukturiert werden und die Fluglotsen zum Teil neue Sektor-Lizenzen erwerben. In Simulationen wurden verschiedene Varianten getestet und die Fluglotsen für die neue Struktur trainiert.

Es ist davon auszugehen, dass AMRUFRA eine Kapazitätssteigerung von 15 Prozent nach sich ziehen wird, die mindestens bis zum Jahr 2015 ausreicht. Für die Kunden bedeutet die Restrukturierung weniger Kosten durch deutlich gestiegene Pünktlichkeit und weniger Treibstoffverbrauch durch kürzere Flugstrecken. Aufgrund des niedrigeren Treibstoffverbrauchs profitiert natürlich auch die Umwelt durch geringere Emissionen.

AMRUFRA ist das erste grenzüberschreitende Projekt, das unter dem Dach des funktionalen Luftraumblocks FABEC (Functional Airspace Block Europe Central) umgesetzt wurde. Im FABEC haben sich die sechs Staaten Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande und die Schweiz, deren Flugsicherungsorganisationen sowie die Eurocontrol-Vier-Staaten-Zentrale Maastricht zusammengeschlossen.

DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.600 Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich bis zu 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr knapp drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS erbringt weltweit Beratungs- und Trainingsleistungen und entwickelt und vertreibt Flugsicherungs-, Ortungs- und Navigationssysteme. Auch flugrelevante Daten, Luftfahrtpublikationen und Flugberatung gehören zum Angebot. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower, Aeronautical Solutions und Aeronautical Information Management.

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