Montag, 11. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 107849

A LA RECHERCHE DE JOSEPHINE

Von Jérôme Savary / Mit deutschsprachigem Erzähler

München-Fröttmaning, (lifePR) - .
- 7. Juli bis 19. Juli bis 2009
- Premiere: Mittwoch, 8. Juli 2009

Am 3. Juni würde Josephine Baker ihren 103. Geburtstag feiern. 1906 wurde das Mädchen, das später mit dem Tanz im Bananenröckchen weltweit für Aufsehen sorgen sollte, als uneheliche Tochter des jüdischen Schlagzeugers Eddie Carson und der Waschfrau Carrie McDonald in St. Louis, Missouri, geboren. Als "das sensationellste Weib, das Menschenaugen je gesehen haben" bezeichnete der Schriftsteller Ernest Hemingway die Frau, die mit ihrem Revue-Ballett in den 20er Jahren erst New York und später Paris eroberte. Für Bayern war das allerdings damals doch noch zu freizügig. 80 Jahre ist es heuer genau her, dass ein geplanter Auftritt von Josephine Baker im Deutschen Theater wegen "Verletzung des öffentlichen Anstands" untersagt wurde. Eine Tatsache, die im Satire-Magazin Simplicissimus natürlich nicht unerwähnt blieb. Unter der Karikatur, die einen Geistlichen und einen Gendarm zeigt, die hinter Josephine Baker herrennen, konnte man lesen: "Hinaus mit Dir! In Bayern dürfen nur wir bodenständigen Schwarzen auftreten." Über 15 später gab sich München weltoffener und bescherte Josephine Baker 1953 schließlich doch noch einen umjubelten Auftritt im Deutschen Theater.

Dorthin zurück bringt sie im Juli der bekannte französische Regisseur Jérôme Savary mit seiner Hommage "A la Recherche de Joséphine". Sein Musical widmet er sowohl der Künstlerin als auch dem Jazz. "A la Recherche de Josephine" erzählt die Geschichte der schwarzen amerikanischen Musik, von Haiti und Kuba bis hin zum traditionellen Jazz, dem Blues und dem Boogie der 50er Jahre. "Unter allen Shows, die ich im Laufe der letzten Jahre mit meinem Team geschaffen habe, liegt mir Joséphine am meisten am Herzen, da sie vor einem ernsten Hintergrund spielt: dem fast biblisch anmutenden Szenario, das durch den Hurrikan Katrina provoziert wurde. In weniger als einer Woche wurde mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus der Stadt New Orleans vertrieben. Anhand des Schicksals der Menschen, die man eigenartigerweise,Afroamerikaner' nennt, und deren Entwicklung wir von ihren Vorfahren im afrikanischen Dschungel über Haiti und Cuba bis nach New Orleans mitverfolgen, erzählen wir die Geschichte des Jazz und dieser unglaublichen 17-jährigen kleinen Tänzerin, die das Paris der ,Années folles' durch ihren Tanz mit dem Bananengürtel als einziges Kleidungsstück revolutioniert hat." (Jérôme Savary).

Savary lässt in seinem Stück zwei Geschichten aus Gegenwart und Vergangenheit verschmelzen. Im ersten Teil kommt ein französischer Produzent in das vom Hurrikan Katrina verwüstete New Orleans, um Sänger, Tänzer und Schauspieler zu finden. Mit ihnen will er die "Schwarze Revue" wiederbeleben - die Revue, in der das Paris des Jahres 1925 im Théâtre des Champs-Elysées die ausgelassene, wilde Josephine Baker entdeckte. Bei seiner Suche trifft der Produzent auf den Musiker Old Joe, der stoisch darauf wartet, dass sein durch den Hurrikan versenktes Klavier wieder an der Oberfläche auftaucht. Während Old Joe in Erinnerungen über die Ursprünge des Jazz schwelgt, hält der Produzent ein Vorsprechen für sein Stück.

"Auf der Suche nach Joséphine" ab und wählt Cindy aus. Die anschließende Pause nutzt Savary dann für seinen Zeitsprung zurück. Im zweiten Teil der Show findet man sich im Paris des Jahres 1925 wieder und erlebt in der "Schwarzen Revue" die besten Tänze und Lieder von Joséphine Baker.

Am 8. April 1975 feierte Joséphine Baker ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum. Kurze Zeit später erlitt die Tänzerin, Sängerin und Entertainerin eine Gehirnblutung, an deren Folgen sie vier Tage später, am 12. April 1975, in Paris starb.

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