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Pressemitteilung BoxID: 686457 (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin)
  • Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
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Robin Ticciati leitet am 17.12. Berlioz' >L'enfance du Christ< in einer szenischen Einrichtung von Fiona Shaw

Namhafte Solisten und der RIAS Kammerchor mit dem DSO in der Philharmonie Berlin

(lifePR) (Berlin, ) Robin Ticciati steht am 17. Dezember wieder am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Gemeinsam mit der britischen Regisseurin Fiona Shaw und dem dänischen Choreographen Kim Brandstrup präsentiert der Chefdirigent des DSO eine szenische Einrichtung von Hector Berlioz’ Oratorium ›L’enfance du Christ‹. Mit Kostümen, Requisite, Filmprojektionen, mit Auf- und Abtritten werden die dramatischen Möglichkeiten des Werkes wie die Dimensionen des Großen Saals der Berliner Philharmonie ausgelotet. An der aufwendigen Produktion sind neben dem RIAS Kammerchor als vokale Partner auch Mezzosopranistin Sasha Cooke (Maria), Tenor Allan Clayton (Erzähler), Bariton Jacques Imbrailo (Joseph) und Bassbariton Christopher Purves (Herodes und Vater der Familie) beteiligt. Die Aufführung ist eines der Haupt- und Herzensprojekte von Robin Ticciati in seiner ersten Spielzeit als Chefdirigent des DSO. »Ich denke, der treffende Begriff für das, was Fiona Shaw und ich vorhaben, ist ›physicalisation‹«, so Ticciati. »Damit ist kein Bühnenspiel gemeint, sondern die Verkörperlichung und Verortung der Musik in einer Weise, durch die das Publikum fühlen und sehen kann, was sie meint. Die biblische Geschichte liegt weit weg von heute. Wovon sie spricht, liegt dagegen sehr nahe und ist hochaktuell: die Geschichte einer Verfolgung, einer Flucht, die Erfahrung mehrfach abgewiesen und dabei gedemütigt zu werden, um schließlich doch Zuflucht zu finden. Ich glaube mit unserer szenischen Einrichtung entsprechen wir nicht nur einer Tendenz im Werk selbst, sondern holen das historisch Ferne auch näher an unser Erleben.« Im Zentrum von Berlioz’ geistlicher Trilogie für Solisten, Chor, Orchester und Orgel steht die ›Flucht nach Ägypten‹, die der französische Innovator 1850 unter dem Pseudonym eines von ihm erfundenen Barockmeisters an die Öffentlichkeit brachte. Diesen Teil ergänzte er 1853|54 um den ›Traum des Herodes‹ und ›Die Ankunft in Sais‹ zu einem Tryptichon. Die Vielgestaltigkeit aus dramatischer Anlage, eigenständigen instrumentalen Teilen, einem Erzähler und wirkungsvollen Chören ist bei Berlioz räumlich-dramatisch angelegt. Diesem Impuls folgt Robin Ticciati gemeinsam mit der Regie führenden Fiona Shaw, die wie er Opernprojekte in Glyndebourne verwirklicht hat. Die aus Irland stammende Shaw gehört zu den profiliertesten britischen Schauspielerinnen. Erfolge feierte sie auf der Theaterbühne ebenso wie in zahlreichen Kinorollen. Einem Millionenpublikum wurde sie durch die ›Harry Potter‹-Verfilmungen bekannt. Als Regisseurin spezialisiert sich Shaw auf das Musiktheater, inszenierte u. a. an der Metropolitan Opera New York und der English National Opera.