Mittwoch, 22. Februar 2017


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Rolf Dobischat: "Hört auf die Studierenden!"

(lifePR) (Berlin, ) .
- Deutsches Studentenwerk (DSW) äußert Verständnis für zweite Protestwelle der Studierenden
- DSW-Präsident Rolf Dobischat: "Studierende pochen zu Recht auf bessere Studienbedingungen und bessere Bachelor-Studiengänge"
- Heute Großdemonstration in Berlin geplant

Das Deutsche Studentenwerk hat Verständnis für die neuerlichen Proteste der Studierenden, insbesondere für die Forderungen nach konkreten Verbesserungen bei den Bachelor-Studiengängen und für die Abschaffung von Studiengebühren.

Vor der heute in Berlin geplanten Großdemonstration in Berlin erklärt DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat:

"Der zweite Bildungsstreik dieses Jahres, die zweite Protestwelle der Studierenden ist berechtigt. Unterfinanzierte Hochschulen, schlechte Studienbedingungen, ein extrem selektives Hochschulsystem, Studiengebühren, eine absolut mangelhafte Umsetzung der Bologna-Reform - die Studierenden pochen zu Recht auf Verbesserungen, und ich kann nicht erkennen, dass sie es gegenüber dem Sommer radikaler tun."

"Die Mehrheit der Studierenden bringt ihre Anliegen konstruktiv vor. Bund, Länder und Hochschulen tun gut daran, auf die Studierenden zu hören, denn sie wissen zum Beispiel beim Bologna-Prozess am besten, was zu tun ist."

"Seit dem Bildungsstreik im Sommer haben die Politik, haben die Hochschulen versichert, sich gerade der Missstände bei Bachelor/Master anzunehmen. Die Studierenden haben ein Recht zu erfahren, was nun konkret geschieht. Sie brauchen keine Schuldzuweisungen oder Kompetenzdebatten, sie brauchen schlicht besser konzipierte Studiengänge, die auf ihre Bedürfnisse und ihre soziale und wirtschaftliche Lage Rücksicht nehmen."

"Es ist absurd: Die deutsche Hochschulpolitik debattiert ernsthaft über die 'Studierbarkeit' von Studiengängen. Das ist, als müsste man über die Trinkbarkeit von Trinkwasser oder die Befahrbarkeit von Straßen diskutieren müssen."

"Auch das Deutsche Studentenwerk fordert, Studiengebühren abzuschaffen. Sie verschärfen die soziale Selektion des deutschen Hochschulsystems, und sie belasten die Studierenden und ihre Eltern."

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