Dienstag, 17. Oktober 2017


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Nationales Stipendienprogramm: "Der Fehler liegt im System"

Berlin, (lifePR) - .
- Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, skeptisch zur Umsetzbarkeit des Stipendienprogramms
- Interview in der Berliner Zeitung von heute
- Bundeskabinett will heute Stipendienprogramm und BAföG-Erhöhung beschließen
- Meyer auf der Heyde: "Priorität aufs BAföG setzen"

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) ist skeptisch, ob sich das nationale Stipendienprogramm, über das die Bundesregierung heute entscheiden will, wirklich umsetzen lässt. Für DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde "liegt der Fehler im System", wie er in der heutigen Ausgabe der "Berliner Zeitung" sagt.

In dem Interview fragt Meyer auf der Heyde: "Was passiert mit Hochschulen in wirtschaftsschwachen Regionen? Oder mit Hochschulprofilen, die für die Wirtschaft nicht attraktiv sind? Ich denke etwa an eine Fachhochschule für Sozialpädagogik."

Meyer auf der Heyde wünscht sich auch deutlich mehr Stipendien für die 2,1 Millionen Studierenden in Deutschland, von denen bisher nur 2% ein Stipendium erhalten. Aber nach der bisherigen Praxis "begünstigen Stipendienprogramme im Wesentlichen die, die sowieso schon bessere Chancen haben." Das geplante Programm der Bundesregierung sei ausschließlich an Leistungskriterien gekoppelt, "und diese kann ein Student möglicherweise gar nicht erfüllen, wenn er sowieso schon Probleme hat, sein Studium zu finanzieren, und nebenbei arbeiten muss", sagt Meyer auf der Heyde.

Für ihn ist klar: "Wer wirklich Studienberechtigte aus einkommensschwächeren Elternhäusern erreichen will, der muss die Priorität auf das BAföG setzen."

Bei der ebenfalls heute anstehenden Entscheidung für eine BAföG-Erhöhung fordert der DSW-Generalsekretär die Bundesregierung auf, vor allem die Elternfreibeträge auf mindestens 5% zu erhöhen - geplant sind 3 Prozentpunkte mehr. Meyer auf der Heyde: "Die BAföG-Erhöhung im Wintersemester 2008/2009 hat de facto dazu geführt, dass die Förderbeträge kräftig erhöht wurden, aber der Kreis der Förderberechtigten sich kaum erweitert hat." Deshalb müssten die Freibeträge nun stärker erhöht werden.

Die Online-Fassung des Interviews: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0324/politik/0051/index.html

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