Donnerstag, 23. Februar 2017


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DGB und DSW: "So muss das BAföG weiterentwickelt werden"

(lifePR) (Berlin, ) .
- Deutscher Gewerkschaftsbund und Deutsches Studentenwerk legen Eckpunkte für geplante BAföG-Erhöhung zum 1.10.2010 vor
- Anhebung der Bedarfssätze um bis zu 4%, Anhebung der Freibeträge um mindestens bis zu 5% notwendig
- Forderung: BAföG Bologna-kompatibel machen: Altersgrenze 30 abschaffen, Förderung beim Übergang vom Bachelor zum Master sichern
- Ausweitung des Schüler-BAföG für die Oberstufe

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) haben heute in Berlin gemeinsame Eckpunkte für die von der Bundesregierung geplante BAföG-Erhöhung zum 1. Oktober 2010 sowie für eine Strukturreform des BAföG vorgelegt.

Für die geplante BAföG-Erhöhung müsse, forderten die beiden Organisationen, die Preis- und Einkommensentwicklung von Herbst 2007 bis Herbst 2010 zugrunde gelegt werden. Die Förderbeträge müssten um bis zu 4%, die Elternfreibeträge um bis zu 5% angehoben werden, so die gemeinsame Forderung von DGB und DSW.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock sagte vor Journalisten: "Wir brauchen eine deutliche Erhöhung des BAföGs, um mehr jungen Menschen aus einkommensschwachen Familien den Weg zur Hochschule zu ebnen. Das BAföG trocknet aus, wenn die Bundesregierung nicht schleunigst Bedarfssätze und Freibeträge deutlich anhebt." Lebenslanges Lernen nicht nur zu predigen, sondern auch zu praktizieren, heiße beim BAföG: Abschaffung der Altersgrenze von bisher 30 Jahren. "Wer zum Beispiel nach Berufstätigkeit oder Kindererziehung wieder an die Universität will, darf nicht an starren und lebensfernen Vorschriften scheitern", erklärte Sehrbrock.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, kritisierte, dass das BAföG bislang zu wenig auf Bachelor/Master eingestellt sei. Er sagte: "Das BAföG muss rasch Bologna-kompatibel gemacht werden. Wir brauchen eine kontinuierliche Förderung beim Übergang vom Bachelor zum Master sowie eine erweiterte Förderung von Master-Studiengängen." DGB und DSW fordern die Politik auf, endlich die soziale Selektivität im deutschen Hochschulsystem aufzubrechen. In Deutschland studieren von 100 Akademiker-Kindern 83, aber von 100 Kindern aus Familien ohne akademischen Hintergrund schaffen nur 23 den Sprung an die Hochschule.

"Die Verbesserung von Bildungschancen muss zentrale Aufgabe der neuen Bundesregierung sein. Das BAföG ist der Schlüssel für mehr soziale Durchlässigkeit im deutschen Hochschulsystem", heißt es in den gemeinsamen zehn Eckpunkten von DGB und DSW. "Die wichtigste Säule der staatlichen Studienfinanzierung ist und bleibt das BAföG, das um ein echtes Schüler-BAföG in der Oberstufe zu ergänzen, um insbesondere Schülerinnen und Schülern aus bildungsfernen und einkommensschwächeren Elternhäusern den Zugang zum Abitur und zur Hochschule zu ermöglichen."

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