Freitag, 20. Oktober 2017


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DRK-Präsident Seiters: Katastrophenschutz hat Nachwuchssorgen

Symposium von DRK und Uni Witten/Herdecke

Berlin, (lifePR) - Wenn die Elbe ganze Landstriche überflutet oder ein entgleister Zug Hunderte ins Unglück reißt, dann verlässt sich jeder auf die Hilfsorganisationen. Im Ernstfall sind die Engagierten vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), Feuerwehr und anderen Organisationen da, um Verletzte zu versorgen, Deiche zu bauen oder Notunterkünfte einzurichten. Aber nur vier Prozent der Bevölkerung sind im Katastrophenschutz aktiv.

DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters sagte heute am Rande eines Symposiums von DRK und der Universität Witten/Herdecke: "Nur vier Prozent der Bevölkerung engagieren sich im Zivil- und Katastrophenschutz - mit fallender Tendenz. Bisher sind das vor allem Männer. Die Motivation ist häufig, dass es in der Familie oder im Ort so gute Tradition ist. Diese traditionellen Bezüge werden aber heute immer schwächer. Auch der Wegfall des Wehr- und Zivildienstes verstärkt die Nachwuchssorgen. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, muss sich der Katastrophenschutz für spontanes Engagement und zusätzliche Engagiertengruppen öffnen: Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen im Rentenalter."

Beim Symposium "Ehrenamt im Bevölkerungsschutz" am 10. und 11. September 2012 treffen sich 150 Vertreter aus Hilfsorganisationen, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft in Berlin. Unter den Gastrednern sind namhafte Vertreter des Bundesinnenministeriums, des Bundesbildungsministerium und der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

Neben den Schwerpunkten "Ehrenamt und Gesellschaft", "Ehrenamt und Demografie" sowie "Formate des Helfens / Helfergewinnung" werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt.

Die Veranstaltung mündet in ein dreijähriges DRK-Forschungsprojekt zur optimierten Integration von freiwilligen Helfern in den Katastrophenschutz.

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