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Neue Ausstellung Meeresforschung ab 29. November 2013 im Deutschen Museum

(lifePR) ( München, )
Über 70% der Erdoberfläche besteht aus Meeren. Sie beeinflussen unser Klima, bergen reiche Bodenschätze und wertvolle Nahrungsmittel. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig wir bisher über die Ozeane wissen. Erst allmählich verstehen Meeresforscher die Meeresströmungen, die Ökosysteme der Tiefsee und die geologischen Strukturen des Meeresgrundes. In der neuen Ausstellung "Meeresforschung" wird nun für die ganze Familie die Technik gezeigt, die beim Forschen unter extremen Bedingungen der Tiefsee nötig ist.

Die Besucher können die technischen Mittel bewundern, mit denen der Mensch in den Ozean vordringt, Daten sammelt und auswertet. Nach einigen Einblicken in die Frühphase der Ozeanographie - als Highlight wird das Diorama eines Labors auf dem Forschungsschiff Challenger (Expedition 1872-1876) gezeigt - widmet sich die Ausstellung der modernen Meeresforschung. Autarke Systeme, die selbstständig Profile abfahren oder mit der Strömung triften werden erklärt. Am Steuer eines Tauchroboters kann der Besucher erfahren, wie schwer es ist, einen Roboterarm zielgenau zu steuern.

Wo heute oft Roboter zum Einsatz kommen, musste der Mensch früher selbst hinunter tauchen, wenn er die Unterwasserwelt live beobachten wollte oder Unterwasserarbeiten zu erledigen waren. Ein wichtiges technisches Hilfsmittel waren und sind hierfür Helmtaucher- und massive Panzertaucherausrüstungen. In der Ausstellung sind einige Originale aus der Pionierzeit zu sehen.

Tiefer geht es nur mit speziellen Tiefsee-U-Booten. Im Jahr 1960 tauchten Don Walsh und Jacques Piccard mit ihrem Tauchboot TRIESTE auf die Rekordtiefe von 10 916 m - einen Nachbau der Tauchkugel mit Originalteilen kann man in der Ausstellung bewundern. Bei wem die Vorstellung, in der engen Tauchkugel von Piccard in die Tiefe zu gleiten, Beklemmung hervorruft, der wird sich vielleicht lieber auf eine Tauchfahrt mit dem deutschen Forschungstauchboot JAGO begeben, oder die faszinierende Welt der heißen Tiefseequellen bestaunen, aufgenommen mit den HD-Kameras des Tauchroboters MARUM-QUEST.

Die Ausstellung entstand ganz im Stile des Deutschen Museums mit sehr viel Liebe zum Detail und durch die Zusammenarbeit vieler Werkstätten des Hauses. Kooperationspartner sind das GEOMAR, Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und das MARUM, Zentrum für Marine Umweltwissenschaften in Bremen.

Am Donnerstag Abend eröffnet Prof. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums, zusammen mit Prof. Peter M. Herzig, Direktor GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Prof. Michael Schulz, Direktor MARUM Zentrum für Marine Umweltwissenschaften und Prof. Martin Visbeck, Sprecher des Exzellenzclusters "Ozean der Zukunft" die Ausstellung.
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