Samstag, 23. September 2017


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DKFZ-Besuch setzt ein Zeichen

Beim Besuch der Herzogin und des Herzogs von Cambridge im Deutschen Krebsforschungszentrum stehen die Besichtigung eines Labors und ein Patientengespräch auf dem Programm

Heidelberg, (lifePR) - Der britische Prinz William und seine Frau, Herzogin Catherine, starten ihre Heidelberg-Visite am 20. Juli mit einem Besuch des Deutschen Krebsforschungszentrums. "Wir sind sehr stolz darauf, dass sich der Herzog und die Herzogin von Cambridge für einen Besuch des DKFZ entschieden haben. Damit setzen die beiden ein deutliches Zeichen, das die große Bedeutung der medizinischen Forschung für unsere Gesellschaft unterstreicht", sagt Prof. Dr. Michael Baumann, Vorstandvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand des DKFZ. Sein Kollege Prof. Dr. Josef Puchta, Kaufmännischer Vorstand, ergänzt: "Die Entscheidung für einen Besuch im DKFZ zeigt zudem, dass wir auch international als führende Forschungseinrichtung wahrgenommen werden."

Die Royals werden im DKFZ von Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, und vom DKFZ-Vorstand begrüßt. Außerdem treffen sie den Nobelpreisträger und langjährigen Vorstandsvorsitzenden des DKFZ, Prof. Harald zur Hausen, zu einem kurzen Gespräch. Zur Hausen hatte mit seiner Forschung die humanen Papillomviren als Ursache von Gebärmutterhalskrebs identifiziert und damit der Entwicklung eines Impfstoffs gegen diese Krankheit den Weg geebnet.

Anschließend steht ein Besuch im Labor von Dr. Michael Milsom auf dem Programm. Der britische Stammzellforscher leitet im DKFZ die Nachwuchsgruppe "Experimentelle Hämatologie". "Ich hätte es mir nie träumen lassen, dass ich einmal meinem zukünftigen König meine Forschung präsentieren darf. Das wird eine sehr bewegende, aufregende Begegnung für mich", sagt der Wissenschaftler. Milsom ist Spezialist für die Entwicklung von Blutstammzellen. Er erläutert dem königlichen Paar, wie ein fehlgesteuertes Gen in Blutstammzellen eine besonders aggressive Form von Blutkrebs auslösen kann.

Im Anschluss an den Laborbesuch führt das Herzogspaar ein kurzes, persönliches Gespräch mit einer Krebspatientin, die von ihrem Arzt, Prof. Dirk Jäger, dem Direktor für medizinische Onkologie des NCT Heidelberg, begleitet wird. Dabei erfährt das Herzogspaar, wie modernste Forschungsergebnisse direkt in die Entwicklung maßgeschneiderter Therapien übersetzt werden. "Die Krebsforscher und Mediziner in Heidelberg arbeiten gemeinsam tagtäglich dafür, der Krankheit Krebs ihren Schrecken zu nehmen und jedem Patienten eine optimal an seine individuelle Erkrankung angepasste Therapie zu ermöglichen", betont Michael Baumann. "Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Gästen einen Eindruck davon vermitteln können."

 

Deutsches Krebsforschungszentrum

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

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