Mittwoch, 20. Juni 2018


  • Pressemitteilung BoxID 664884

DIW Konjunkturbarometer Juli 2017: Weiter überdurchschnittliches Wachstum, aber keine Überhitzung

Berlin, (lifePR) - Die deutsche Wirtschaft wird wohl weiter kräftig zulegen, wenngleich mit etwas vermindertem Tempo. Darauf deutet das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hin, das für das dritte Quartal einen Indexstand von 103 Punkten im Juli aufweist – etwas unter den 104 Punkten für das zweite Quartal. Damit liegt der Index aber nach wie vor merklich über der 100-Punkte-Marke, die einen Zuwachs entsprechend des langjährigen Mittels anzeigt. Die Wirtschaftsleistung dürfte im Durchschnitt der Monate April, Mai und Juni 0,6 Prozent höher ausgefallen sein als im Schnitt der ersten drei Monate dieses Jahres. Für das laufende dritte Vierteljahr zeichnet sich mit 0,5 Prozent ein etwas geringerer Zuwachs ab. „Nach dem kräftigen ersten Halbjahr wächst die deutsche Wirtschaft weiter überdurchschnittlich – und auch wenn das Tempo etwas geringer ausfällt als zuvor: Die Kapazitäten bleiben gut ausgelastet“, kommentiert DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.

Die Industrieproduktion dürfte die Aufwärtsbewegung der vergangenen Monate fortsetzen: Die Stimmung – auch etwa mit Blick auf das Auslandsgeschäft – bleibt euphorisch, und die Zahl der Neuaufträge befindet sich auf hohem Niveau. Verbessert hat sich die Auftragslage zuletzt aber kaum noch, so dass der Schwung in der Industrie etwas gebremst werden dürfte. Auch die Geschäfte der Dienstleister werden wohl an Fahrt verlieren – dafür spricht die sich seit dem Jahreswechsel etwas eintrübende Stimmung. Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland: „Angesichts einer etwas weniger dynamischen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt dürfte der private Konsum schwächer ausfallen.“

Im Frühjahr hatten zwar sinkende Preise für Energie und auch für Nahrungsmittel den allgemeinen Preisauftrieb gedämpft; ohne Berücksichtigung dieser Komponenten legten die Preise aber leicht beschleunigt zu – und dies dürfte in den kommenden Monaten auf die Inflation durchschlagen. Eine Überhitzung zeichnet sich aus DIW-Sicht aber nicht ab: „Auch wenn die Inflation etwas höher ausfallen könnte – ein starkes Anziehen des Preisniveaus ist auf absehbare Zeit nicht zu erwarten“, so Fichtner.

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)

Das DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) ist seit 1925 eines der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland. Es erforscht wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Zusammenhänge in gesellschaftlich relevanten Themenfeldern und berät auf dieser Grundlage Politik und Gesellschaft. Das Institut ist national und international vernetzt, stellt weltweit genutzte Forschungsinfrastruktur bereit und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs. Das DIW Berlin ist unabhängig und wird als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Zins-Award 2018

, Finanzen & Versicherungen, DISQ Deutsches Institut für Service-Qualität GmbH & Co. KG

Das Deutsche Institut für Service-Qualität, die FMH-Finanzberatung und der Nachrichtensender n-tv haben in der Berliner Bertelsmann-Repräsentanz...

BGH erteilt der Zinscap-Prämie der Apo-Bank eine klare Absage

, Finanzen & Versicherungen, CLLB Rechtsanwälte Cocron, Liebl, Leitz, Braun, Kainz Partnerschaft mbB

Mit Urteil vom 05.06.2018, Az.: XI ZR 790/16 kam der für Bankrecht zuständige 11. Senat des BGH zu dem Ergebnis, dass die Apo-Bank mit der von...

Spitze unter den Vermögensverwaltern

, Finanzen & Versicherungen, Itzehoer Aktien Club GbR

Hervorragend. Das Urteil hört jeder gern – erst recht aus berufenem Munde. Groß ist deshalb die Freude bei der TOP-Vermögensverwaltung AG: Für...

Disclaimer