Montag, 26. Juni 2017


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DIW Konjunkturbarometer Februar 2015: Sondereffekte kurbeln die deutsche Wirtschaft an

(lifePR) (Berlin, ) Die deutsche Wirtschaft wird nach dem unerwartet starken Schlussquartal 2014 auch im ersten Vierteljahr des laufenden Jahres kräftig wachsen: Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal an. "Die deutsche Wirtschaft profitiert derzeit vor allem von den niedrigen Ölpreisen, dem schwachen Euro und von den Ausweitungen der Rentenleistungen", sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Da es sich dabei aber um Sondereinflüsse handelt, warnen die Berliner Konjunkturexperten vor zu großem Optimismus: "Das zugrundeliegende Expansionstempo der deutschen Wirtschaft ist deutlich schwächer, als es die jüngsten Zahlen nahelegen." Zudem seien die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung weiter hoch: "Von den wirtschaftlichen und politischen Spannungen im Euroraum, wo die politische Unsicherheit vor allem um Griechenland wieder zugenommen hat, aber auch vom Konflikt um Russland und die Ukraine gehen weiter erhebliche Gefahren für die Finanzmarktstabilität und damit auch für die deutsche Konjunktur aus", so Fichtner.

Das DIW Konjunkturbarometer ist zuletzt sprunghaft auf 105 Punkte gestiegen und liegt damit nun deutlich über dem Schwellenwert von hundert Punkten, der eine Entwicklung der deutschen Wirtschaft auf ihrem Potentialpfad (Quartalswachstum in Höhe von 0,3 Prozent) signalisiert. Neben einer Stimmungsaufhellung im verarbeitenden Gewerbe haben hierzu einerseits die zunehmende Kauffreude der Verbraucher und andererseits für die Bauwirtschaft günstige Witterungsverhältnisse beigetragen. "Die Industrie hat die konjunkturelle Flaute hinter sich gelassen", sagt DIW-Konjunkturexperte Simon Junker. "Abgesehen von einem vorübergehenden Exportschub durch die Euro-Abwertung zeichnet sich aber nur ein gemächlicher Aufwärtstrend ab."

Impulse kamen nach DIW-Einschätzung zuletzt vor allem aus dem Ausland - die heimischen Investitionen dürften dagegen nur allmählich an Fahrt gewinnen. Belastend wirken nach wie vor die geopolitischen Spannungen, zuletzt aber wohl vor allem die Unsicherheit über mögliche Verwerfungen an den Finanzmärkten als Folge eines Scheiterns der Verhandlungen mit der griechischen Regierung. Der private Konsum in Deutschland dürfte sich nach DIW-Einschätzung hingegen weiter kräftig entwickeln. Dies gehe auch auf Einsparungen im Zuge der gesunkenen Energiepreise zurück; zudem schieben der anhaltende Beschäftigungsaufbau und die kräftigen Lohnsteigerungen das verfügbare Einkommen an.

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