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Pressemitteilung BoxID: 618111 (Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V.)
  • Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V.
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Erhöhung der EEG-Umlage zeigt Handlungsbedarf bei Energiewende

DEN: "Deutschland sollte endlich mit dem Kohleausstieg ernst machen"

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die erneute Erhöhung der EEG-Umlage zeigt nach Auffassung des Deutschen Energieberater Netzwerks DEN e.V., dass zur Sicherung der Energiewende Handlungsbedarf besteht. „Die nunmehr von den Netzbetreibern angekündigte Steigerung von 6,35 auf künftig 6,88 Cent pro Kilowattstunde ist zwar nicht dramatisch“, sagt der Vorsitzende des DEN, Dipl.-Ing. Hermann Dannecker. „Sie verdeutlicht aber, dass wir uns nicht mehr den Luxus leisten sollten, eine parallel durch konventionelle und durch erneuerbare Quellen gespeiste Stromerzeugung zu betreiben. Deutschland sollte endlich ernst machen mit dem Kohleausstieg.“

Die sogenannte Ökostrom- oder EEG-Umlage gleicht die Differenz zwischen dem durchschnittlichen Börsenstrompreis und der festen Vergütung für Strom aus erneuerbaren Quellen aus, etwa aus Wind- oder Solaranlagen. Sie sollte ursprünglich deren Ausbau fördern und beschleunigen. Sie steigt seit Jahren.

Dannecker: „Wir stehen vor der paradoxen Situation, dass dieses Förderinstrument jetzt als Argument dient, den Umstieg auf erneuerbare Energien, also die Energiewende, zu bremsen. So soll der Ausbau von Windparks künftig ja begrenzt werden und Ausschreibungen unterliegen. Dabei müsste man eigentlich dringend an anderer Stelle kräftig investieren, um die Energiewende zu unterstützen, nicht zuletzt bei neuen Stromtrassen.“

Für den Ingenieur sind die Entwicklung dezentraler Stromspeicher und der Bau der seit Jahren angemahnten Stromtrassen zwischen Nord- und Süddeutschland entscheidende Faktoren für einen erfolgreichen Umstieg auf erneuerbare Energien: „Statt den Bau von Windparks zu bremsen sollte man den Netzausbau beschleunigen, technisch und planerisch. Überzeugende Konzepte, wie man Überlandleitungen vermeidet und Höchstspannungstrassen unterirdisch verlegen kann, gibt es längst. Ein mutiger Zubau erneuerbarer Energieanlagen dürfte den Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung erleichtern. In den billigen Strom aus Braunkohle sind nämlich Umwelt- und Gesundheitsgefährdungen nicht eingerechnet.“

Dannecker spricht sich auch dafür aus, die Befreiung bestimmter Unternehmen von der EEG-Umlage kritisch zu überprüfen. „Diesen Rabatt sollte man auf die Unternehmen beschränken, die wirklich im internationalen Wettbewerb stehen. Heute profitieren über 2000 Firmen davon. Und man sollte Energieeffizienzmaßnahmen in den Betrieben zur Voraussetzung für solche Rabatte machen. Hier schlummert noch unglaubliches Potenzial. Nicht zuletzt deshalb richtet sich die DEN GmbH & Co KG mit ihren Angeboten gezielt an Unternehmen, besonders an kleine und mittelständische.

Eine von verschiedenen Seiten vorgeschlagene Fondslösung zur künftigen Begrenzung der EEG-Umlage hält der DEN-Vorsitzende für überlegenswert: „Voraussetzung muss aber sein, das wir einen solchen stabilisierenden Fonds mit einem möglichst raschen Ausstieg aus der Kohleverstromung verknüpfen. Nur so lassen sich die jetzt weltweit vereinbarten Klimaziele von deutscher Seite aus einhalten. Und wir dürfen für diesen Fonds keine Schulden machen auf Kosten zukünftiger Generationen.“

 

 

Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V.

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V. ist ein Zusammenschluss von über 700 Ingenieuren, Architekten und Technikern. Alle Mitglieder verbindet das gemeinsame Arbeitsgebiet der Beratungs- und Planungsleistungen zur effizienten Energienutzung und Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebestand, der Wohnungswirtschaft, Gewerbe und Industrie sowie für Kommunen. Ihre Beratung erbringen sie neutral und unabhängig.