Freitag, 22. Juni 2018


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"Große Anstrengungen sind weiterhin notwendig"

Bilanz 2016: Höchststand bei der Zahl der Unfälle

Bonn, (lifePR) - Nach den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind im vergangenen Jahr 3.206 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Das sind 253 Todesopfer weniger als im Vorjahr.

„Nachdem 2014 und 2015 die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten jeweils gestiegen ist, freuen wir uns darüber, dass dieser negative Trend mit Blick auf 2016 gestoppt werden konnte. Aber selbstverständlich reicht das nicht aus. Nach wie vor werden täglich neun Menschen auf unseren Straßen getötet, rund 1.000 verletzt. Und 2,6 Millionen Straßenverkehrsunfälle insgesamt bedeuten einen traurigen Höchststand. Unser Auftrag ist klar: Es sind weiterhin kontinuierliche und große Anstrengungen notwendig, die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen“, kommentiert Dr. Walter Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), die Unfallzahlen.

Bei den Radfahrern und Fahrern von Kleinkrafträdern und Mofas sind 2016 jeweils mehr Menschen ums Leben gekommen als im Vorjahr. „Das stimmt bedenklich und wir müssen über Lösungen nachdenken, besonders die sogenannten ‚schwächeren‘ Verkehrsteilnehmer besser zu schützen“, sagt der DVR-Präsident. Dafür sei eine sichere und aktuellen Erkenntnissen angepasste Radverkehrsinfrastruktur eine wichtige Voraussetzung. Selbstverständlich müssten sich aber auch die Fahrradfahrer regelkonform verhalten, auf die Benutzung der Fahrbahn oder des Radweges in falscher Fahrtrichtung sowie auf Alkohol verzichten und immer mit Helm unterwegs sein.

„Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung werden wir auch die älteren Verkehrsteilnehmer in den Fokus rücken“, stellt Dr. Eichendorf fest. Ein Drittel aller Verkehrstoten war 65 Jahre oder älter. Sie sind besonders als Radfahrer und Fußgänger gefährdet. „Wir müssen die älteren Menschen weiterhin mit guten Trainingsangeboten auf die sichere Teilnahme am Straßenverkehr vorbereiten“, schlägt der DVR-Präsident vor. Das DVR-Zielgruppenprogramm „sicher mobil“ leiste hier einen wichtigen Beitrag: „Dafür bilden wir qualifizierte ehrenamtliche Moderatoren aus, die in Gruppen den Austausch über das Thema fördern, Hilfestellungen im Straßenverkehr geben und kritische Radfahrsituationen mit den Teilnehmern intensiv bearbeiten.“ Dabei würden die Teilnehmer Möglichkeiten und Lösungen entwickeln, um die eigene Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern und Gefahren zu erkennen, die auch von anderen Verkehrsteilnehmern ausgehen.

Insgesamt appelliert Dr. Eichendorf an alle Verkehrsteilnehmer, egal ob sie zu Fuß, als Auto-, Fahrrad- oder Motorradfahrer unterwegs sind, sich mit Verständnis und Rücksicht zu begegnen.

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