Dienstag, 30. Mai 2017


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Ausgezeichnete Innovation, Tradition, Kooperation

(lifePR) (Ansbach, Wiesbaden, ) Was nicht passt, wird passend gemacht! Den diesjährigen Deutschen Landschaftspflegepreis erhielten zwei passionierte Landschaftspflegelandwirte aus Bayern und Baden-Württemberg für ihre technischen Innovationen zur Bewirtschaftung schwer zugänglicher, naturschutzfachlich wertvoller Flächen. Josef Göppel MdB, Vorsitzender des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL) zeichnete in Wiesbaden außerdem zwei vorbildliche Projekte von Landschaftspflegeverbänden aus Hessen und Mecklenburg-Vorpommern aus.

Bio-Bauer Hans Maurer ist Vorreiter und führender Spezialist für Landschaftspflege und Biotopgestaltung in Oberbayern. In Eigenregie entwickelt er seit 30 Jahren zahlreiche Spezialfahrzeuge zur schonenden Bearbeitung nasser und steiler Flächen. Diese Innovationsfreude und sein umfangreiches Wissen über gefährdete Arten und deren Lebensräume machen ihn zu einem verlässlichen Partner für die Landschaftspflege. Seine Hofführungen und die familienbetriebene Bio-Gaststätte locken, auch überregional, Besucher, die sich von Hans Maurer für eine naturverbundene Lebenseinstellung begeistern lassen.

Seine Schlepper üben geringeren Druck auf den Boden aus als ein Mensch und führen zu einer Kosteneinsparung von bis zu 50 %! Hansjörg Fischer entwickelt Landschaftspflegetechnik, inspiriert durch Besuche in Kanada und England. Mit seinen kleinen und wendigen Maschinen pflegt er jährlich die Fläche von etwa 250 Fußballfeldern. Nicht nur der DVL hält diese Innovationen für vorbildlich. Das Regierungspräsidium Stuttgart überlegt für seinen Pflegetrupp in Fischers Technik zu investieren.

Gegrilltes vom Lamm, Handkäs und Ebbelwoi gibt es beim traditionellen Almauftrieb in Niedergladbach. Aber das ist nicht alles: Aus einem kleinen Weideauftrieb 2001 mit einigen Schafen und 30 Besuchern entstand in den letzten 14 Jahren ein überregional ausstrahlendes Weidefest. Die Landschaft und Artenvielfalt haben durch die Akzeptanz der Beweidung dabei genauso profitiert wie die Wirtschaftsbedingungen der Landwirte durch die Erschließung neuer Weideflächen und die Regionalvermarktung. So verbessert sich schließlich auch die Lebensqualität in der Gemeinde. Für ihr langjähriges Engagement zeichnet der DVL den Landschaftspflegeverband Rheingau-Taunus, das Schäferpaar Brunhilde und Bernhard Sygulla sowie die Gemeinde Schlangenbad aus.

Vor vier Jahren waren Molch und Unke im FFH-Gebiet "Kleingewässerlandschaft westlich von Dorf Mecklenburg" nahezu ausgestorben. Durch die Renaturierung von 28 Söllen und Mooren hat der Landschaftspflegeverband Nordwestmecklenburg und Wismar in Kooperation mit Landwirten, Eigentümern und Kommunen, Lebensraum für die gefährdeten Amphibien geschaffen. Heute sind ihre Populationen wieder stabil. Auch die Bedürfnisse der Landnutzer wurden bei diesem kooperativen Projekt berücksichtigt. Die Flächen um die "Tümpel im Grünen" werden, ohne Pflanzenschutz- und Düngemittel, weiterhin landwirtschaftlich genutzt.

Der Deutsche Landschaftspflegepreis wird jährlich vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) vergeben. Der DVL als Dachverband der 155 Landschaftspflegeverbände und vergleichbarer Vereinigungen lobt ihn aus für herausragende Projekte sowie außerordentliches Engagement von Privatpersonen und Unternehmen. Er ist mit insgesamt 2.500 € dotiert. Finanziell unterstützt wird der Deutsche Landschaftspflegepreis vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf der Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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