Zukunft im Städtetourismus: Authentisch statt austauschbar

(lifePR) ( Bonn, )
Die Eisbach-Surfer, die mitten in München auf dem Seitenarm der Isar lässig die Wellen abreiten, gelten schon als kleine Attraktion in der Stadt - und als ein Erfolgsfaktor für die touristische Zukunft urbaner Destinationen. Städte, die für ihre Bewohner Freiräume schaffen oder zulassen, wie das die Stadt München mit der Legalisierung des innerstädtischen Surfens getan hat, schneiden auch in sogenannten "Quality of Life-Indices" gut ab. Und was die Lebensqualität der Einheimischen verbessert, wirkt auch auf Touristen anziehend. "Liveable City" betitelt Andreas Reiter vom ZTB Zukunftsbüro in Wien diesen Trend, den er im Rahmen des Deutschen Städte- und Kulturforums des Deutschen Tourismusverbandes in Aachen vorstellte.

Auf der Fachtagung vom 8. bis 9. Juni diskutierten Touristiker und Marketingfachleute aus allen Regionen Deutschlands die Chancen und Potenziale im Städte- und Kulturtourismus.

Deutschlands Städte gehören zu den Branchen-Primussen im Tourismus. Besonders tun sich die Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern hervor. Über ein Drittel aller Gäste kommen hier an. 53,3 Millionen waren es in 2010. "Trotz stetiger Zunahme von Städtereisenden in den 2000ern: der Erfolg ist kein Selbstläufer", gibt Peter Siemering, Vizepräsident des DTV zu bedenken. Zunehmend machen die sogenannten "weichen" Faktoren den entscheidenden Unterschied - sowohl für die Einheimischen als auch für ihre Gäste, denn: "Moderne Stadttouristen sind Einheimische auf Zeit" konstatiert Reiter. Auf der Suche nach dem "authentischen" Stadterlebnis möchten sie abseits der Ameisenstraßen die Hinterhöfe entdecken. Inszenierte Attraktionen wie der City-Beach oder das Badeschiff finden sich mittlerweile in vielen größeren Städten. Beim Gast punkten mehr und mehr auch Leistungen, die nicht in erster Linie touristisch motiviert sind: gepflegte Grünflächen, gute Mobilität und ein vielfältiges Kulturangebot. Konsumfreie experimentelle Zonen, wie Münchens Eisbach, und das Gefühl, sich im Kosmos dieser Lifestyle-prägenden Community zu bewegen, bestimmen die Aufenthaltsqualität. "Das ist ein Auftrag, der sich nicht an die städtischen Vermarkter allein richtet; hier müssen Stadtentwicklung, Politik und Stadtmarketing Hand in Hand greifen", so Siemering.
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