DRV-Präsident Holzenkamp zur Ferkelkastration: Hängepartie der Branche muss ein Ende haben

(lifePR) ( Berlin, )
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) fordert von der Erzeugungs- und Verarbeitungskette, und insbesondere vom Lebensmitteleinzelhandel ein klares Statement, um die Zukunftsfähigkeit der deutschen Schweinehaltung zu gewährleisten. „Seit der Fristverlängerung für die betäubungslose Ferkelkastration sind wir bei der Frage, welche tragfähigen Wege Schweinehalter hier in Zukunft einschlagen können, keinen Schritt weitergekommen. Entsprechend groß ist der Frust im gesamten Sektor“, stellte DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp bei der jüngsten DRV-Fachausschusssitzung für Vieh und Fleisch fest. Er fordert deshalb verbindliche Aussagen über die Abnahme von Mengen aus alternativen Verfahren zur betäubungslosen Ferkelkastration. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden.

Der Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration sei in der Branche unbestritten, betonte Holzenkamp: „Unsere Unternehmen sind immer bereit, neue Wege zu gehen und sich auf Veränderungen der Gesellschaft und des Marktes einzustellen. Diese müssen aber praktikabel und wirtschaftlich tragfähig sein. Die Tierhalter würden sich freuen, auf die Kastration verzichten zu können. Sofern der Markt teilweise Fleisch von kastrierten Tieren verlangt, müssen die hierfür entstandenen Kosten für Tierarzt und Betäubung natürlich vom Lebensmittelhandel zusätzlich bezahlt werden.“ Daher müsse die Übergangszeit genutzt werden, um den Fleischmarkt auf Veränderungen, wie zum Beispiel Fleisch aus Ebermast vorzubereiten. „Das verpflichtet nicht nur die Bundesregierung, sondern vor allem den Lebensmittelhandel und die Fleischverarbeitung. Nur so kommen wir alle zusammen zu einem guten Ergebnis“, so Holzenkamp.

Mit Ebermast, Betäubung durch Isofluran und Immunokastration stehen derzeit drei Alternativen zur betäubungslosen Kastration Verfügung. Holzenkamp: „Doch für keinen dieser Wege gibt es seitens der Abnehmer ein klares Votum. Diese Hängepartie muss endlich aufhören. Andernfalls muss man den Tierhaltern empfehlen, komplett aus der Kastration auszusteigen.“
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