Sonntag, 24. September 2017


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Debatte um späteren Schulbeginn überflüssig wie ein Kropf

Berlin, (lifePR) - Als jährlich wiederkehrenden, völlig unsinnigen medialen Sommerlochfüller hat der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes die erneute Diskussion um einen späteren Schulbeginn in Deutschland bezeichnet. Konkret kritisierte er den entsprechenden Vorstoß von Familienministerin Schwesig als absolute Luftnummer und überflüssig wie ein Kropf.

Der DPhV-Vorsitzende bestritt zwar nicht, dass es immer wieder Wortmeldungen von Schlafforschern gebe, die einen späteren Unterrichtsbeginn befürworteten, Tatsache sei aber, dass die Nachteile eines späteren Unterrichtsbeginns viel größer seien als die Vorteile.

"Aufgrund der engen Koppelung von beruflichen Arbeitszeiten und Schulbeginn, der Taktung der Schulbusse und insbesondere der Tatsache, dass ein späterer Unterrichtsbeginn zwangsläufig zu permanentem Nachmittagsunterricht führen werde, gibt es in Deutschland keine Realisierungschance auf absehbare Zeit. Es gibt auch kein anderes europäisches Land, in dem die Schule überwiegend erst um 9 Uhr beginnt", betonte der Verbandschef.

Meidinger zeigte sich sicher, wenn Eltern und Schüler die Wahl zwischen den Belastungen eines permanenten Nachmittagsunterrichts und eines früheren Schulbeginns hätten, würden sie die jetzigen Schulbeginnszeiten bevorzugen.

Augenzwinkernd wies der Verbandsvorsitzende darauf hin, dass es für gähnende Schüler im Unterricht verschiedene Ursachen geben könne: "Das mag manchmal der abweichende Biorhythmus sein, ab und zu einmal wenig motivierender Unterrichtsstoff, häufig jedoch auch ein Freizeitverhalten, zu dem nicht selten spätes Nach-Hause-Kommen oder sogar mitternächtliche LAN-Partys gehören."

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