NRW: Kunst im Besitz der öffentlichen Hand ist nicht mehr sicher

Nordrhein-Westfalen legt Entwurf eines Kulturfördergesetzes vor und verscherbelt zeitgleich landeseigene Kunst: Das ist schizophren

(lifePR) ( Berlin, )
Das Land Nordrhein-Westfalen will in der nächsten Woche, trotz heftiger Proteste, zwei Warhol-Bilder in New York versteigern lassen.

Der Deutsche Kulturrat hatte bereits Mitte Oktober Kulturstaatsministerin Monika Grütters öffentlich aufgefordert, sich dringend dieses Themas anzunehmen und den Verantwortlichen in NRW auf die Finger zu klopfen. Dankenswerterweise hat sich die Kulturstaatsministerin deutlich in die Debatte eingemischt, ohne jedoch die nordrhein-westfälische Landesregierung zu einer Änderung ihres Verhaltens bewegen zu können.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte heute: "Die skandalöse für nächste Woche geplante Versteigerung der Werke von Andy Warhol "Triple Elvis" und "Four Marlons" sind Ausdruck einer sich seit Jahren ausbreitenden radikalen Philosophie: Markt vor Gemeinwesen. Nordrhein-Westfalen zeigt, dass Kunst im Besitz der öffentlichen Hand nicht mehr sicher ist. Wenn dieser Geist nicht wieder in die Flasche gedrückt werden kann, werden bald regelmäßig Kunstwerke aus öffentlichem Besitz bei Sotheby's und Christie's unter den Hammer kommen. Nordrhein-Westfalen legt gerade den Entwurf eines Kulturfördergesetzes vor und verscherbelt zeitgleich landeseigene Kunstwerke in New York. Das ist schizophren!"
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