Sonntag, 24. September 2017


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Jubel über Gold und Silber überwiegt die geplatzten Medaillenhoffnungen

Duisburg, (lifePR) - In den ersten Finalentscheidungen der Rennkanuten bei der WM in Racice bescherten die Rio-Olympiasieger Sebastian Brendel und Tom Liebscher dem DKV am heutigen Vormittag zwei Weltmeistertitel. Die Damen-Zweier Weber/Dietze und Medert/Gebhardt holten jeweils Silber.

Bis zum vierten A-Finale hatte es gedauert, dann durften das DKV-Team und die vielen deutschen Fans auf der Tribüne in Racice den ersten Titel bejubeln. K4-Olympiasieger Tom Liebscher (Dresden) setzte sich mit einem taktisch cleveren Finalrennen gegen die gesamte Schar der Titelaspiranten im K1 über 1000m durch und holte nach vier Jahren überraschend erstmals wieder WM-Gold in dieser Disziplin für den DKV. Der 24-Jährige paddelte mit einem spektakulären Schlussspurt auf dem letzten Streckenviertel von Rang drei noch nach ganz vorn und verwies Europameister Fernando Pimenta (POR) und Lokalmatador Josef Dostal (CZE) auf die Plätze. „Nach den bisherigen Einerrennen in dieser Saison habe ich schon mit einer Medaille geliebäugelt“, bekannte der neue Champion und fügte mit reichlich Understatement hinzu: „Dass am Ende nur noch zwei Boote neben mir waren, hat mich schon etwas überrscht, aber ich habe es dankbar angenommen. Alles in allem war das Rennen ganz okay, nun gilt es in den nächsten Jahren konsequent weiterzuarbeiten.“

Sieben Minuten später holte im C1 über 1000m Titelverteidiger Sebastian Brendel (Potsdam) zum nächsten Schlag aus und sicherte sich in bekannter Manier seinen dritten WM-Titel in Folge. Wie schon zur EM in Plovdiv entwickelte sich ein spannendes Duell zwischen dem Potsdamer und dem Tschechen Martin Fuksa, der über Dreiviertel der Distanz die Führung inne hatte, sich auf dem letzten Streckenviertel jedoch einmal mehr dem unwiderstehlichen Schlussspurt von Brendel geschlagen geben musste. Dritter wurde Rio-Silbermedaillengewinner Isaquias Queiroz dos Santos (BRA). „Ich habe den Start ganz gut erwischt, konnte über die Strecke auch gut an Martin dranbleiben und habe wieder alles in den Endspurt gelegt. Es hat am Ende einmal mehr gereicht. Für mich ist es ein schöner Abschluss einer grandiosen Saison, ich bin froh, dass ich nach der Pause nach Rio wieder so zurückkommen konnte“, meinte Sebastian Brendel mit einem dicken Dankeschön an seinen Trainer Ralph Welke zu seinem erneuten Titelerfolg.

In den Entscheidungen im Zweier-Kajak der Damen paddelten die London-Olympiasiegerinnen und diesjährigen Europameisterinnen Franziska Weber (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) über 500m hinter dem favorisierten Duo Carrington/Ryan aus Neuseeland und vor den Sloweninnen Ponomarenko Janic/Ostermann auf den Silberrang. Auch über die doppelte Distanz gab es Silber für die DKV-Damen. Tabea Medert (Potsdam) und Melanie Gebhardt (Leipzig) behaupteten sich hinter den überlegen siegenden Ungarinnen Farkasdi/Medveczky vor dem polnischen Boot Iskrzycka/Paszek, das Bronze holte.
Nicht ganz zu einer Medaille reichte es für Sabrina Hering (Hannover) im K1 der Damen über 500m. Die 25-Jährige zeigte ein couragiertes Rennen und freute sich am Ende auch über Rang vier hinter der Siegerin Volha Khudzenka (BLR), Titelverteidigerin Lisa Carrington (NZL) und Rio-Silbermedaillengewinnerin Emma Jørgensen (DEN).

Enttäuscht zeigten sich dagegen die diesjährigen Europameister im K2 der Herren über 1000m Max Hoff (Essen) und Marcus Groß (Berlin). Nach souveräner Vorstellung im Vor- und Zwischenlauf vorgestern fand das zu den Titelanwärtern zählende deutsche Duo heute überhaupt nicht zu seinem Rennen und konnte so seine Stärken nicht in die Waagschale werfen. Am Ende blieb beiden hinter dem Siegerboot Tomicevic/Zoric aus Serbien sowie Gelle/Botek (SVK), Spicar/Havel CZE) und Hufnagel/Ilyes (HUN) Rang fünf.

Durchaus zufrieden quittierten Ronald Rauhe und Timo Haseleu (beide Potsdam) ihre WM-Finalpremiere. Im nach Vorlauf und Semifinale erst dritten gemeinsamen Rennen fuhren beide im K2 über 200m auf Platz sechs. In dem äußerst engen Finale, in dem alle Boote innerhalb von nicht einmal 1,2 Sekunden ins Ziel kamen, sicherten sich Balaska/Birkas (HUN) den Titel vor Garrote/Torro (ESP) und Grujic/Novakovic (SRB).

Auch Ophelia Preller und Annika Loske (beide Potsdam) freuten sich über Rang sieben im Finale der weltbesten Canadier-Zweier der Damen über 500m. Bereits das Erreichen des Finales war für das jüngste Boot unter den Endlaufteilnehmern ein Erfolg. Der WM-Titel ging hier an Vincent-Lapointe/Vincent (CAN), Silber und Bronze holten Andreeva/Romasenko (RUS) und Nazdrova/Bobr (BLR).

Nach Steuerproblemen überhaupt nicht zu seinem Rennen fand dagegen der C2 der Herren über 500m mit Conrad Robin Scheibner und Stefan Kiraj. Das Berlin-Potsdamer Duo beendete das Finale auf Platz neun. Im K2 der Herren über 500m paddelten Max Zaremba (Potsdam) und Kostja Stroinski (Berlin) im B-Finale hinter dem Boot aus Argentinien auf Rang zwei.

„Ein fast optimaler Tag“ äußerte DKV-Präsident Thomas Konietzko zum Abschneiden der deutschen Boote in den heutigen Finalrennen und ergänzte: „Einige sind über sich hinausgewachsen. Mit Blick auf das Teamergebnis können wir stolz auf die Mannschaft sein.“ Sportdirektor Dr. Jens Kahl unterstrich: „Nach den Olympischen Spielen ist es immer schwer, an die vorherigen Erfolge anzuknüpfen. Aber unser Konzept, junge Leute in die Mannschaft einzubindn, bewährt sich. Zwar sind die etablierten, erfahrenen Athleten nach wie vor Garant für Erfolge, daneben aber zeigen auch junge Sportler wie z. B. Tom Liebscher oder Sabrina Hering eine erfolgreiche Entwicklung.“

In weiteren Semifinals am heutigen Nachmittag fuhren die C2-Europameister Yul Oeltze (Magdeburg) und Peter Kretschmer (Leipzig) als Zweite ihres Zwischenlaufes hinter dem Boot aus Kuba ebenso ungefährdet ins Finale wie die beiden K4 über 500m. Der Herren-Vierer mit Max Rendschmidt (Essen), Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke (Mannheim) gewann sein Semifinale vor Russland und Litauen, der K4 der Damen mit Sabrina Hering, Franziska Weber, Steffi Kriegerstein (Dresden) und Tina Dietze erreichte mit Rang zwei hinter Frankreich den A-Endlauf. Für das jeweilige B-Finale qualifizierten sich Timo Haseleu mit Platz fünf im K1 über 200m und Ophelia Preller ebenfalls mit Rang fünf im C1 der Damen über 200m.

Durchwachsenes Ergebnis der Parakanuten
Ein Podestplatz und vier Endlauf-Teilnahmen stehen am Ende der Wettkämpfte im Parakanu von den vier deutschen Teilehmern in Racice zu Buche. Neben dem überraschenden zweiten Platz von Anja Adler (Halle) im Va´a der Startklasse Vl 3 vom ersten Wettkampftag und Platz sieben von Ivo Kilian (Halle) im K1 der Klasse KL2 vom Donnerstag paddelten heute Ivo Kilian im Va'a der Klasse VL2 auf Rang vier, Edina Müller (Hamburg) im K1 der Klasse KL1 auf Platz fünf und Tom Kierey (Berlin) im K1 der Klasse KL3 auf Rang acht.
Der Cheftrainer der Parakanuten Arne Bandholz bezeichnete das Abschneiden als „ernüchternd“ und unterstrich: „Die Ergebnisse spiegeln leider den Jahresverlauf in den Vorbereitungen wieder. Alle drei Athleten hatten im Vorfeld mit Verletzungen und langwierigen Krankheiten zu kämpfen, oder mussten sich um ihre berufliche Zukunft intensiv kümmern. So konnten die Grundlagen nicht entsprechend aufgebaut werden.“

Stimmen der Athleten zu den heutigen Finals:

GOLDJUNGS:
Tom Liebscher:
https://youtu.be/tR_Z7WcOVDY

Sebastian Brendel:
https://youtu.be/VpCngC9E9ZQ

SILBERMÄDELS
Franziska Weber & Tina Dietze:
https://youtu.be/2pfpyyAE_uU

Tabea Medert & Melanie Gebhardt:
https://youtu.be/XeRlAWS8tNQ

und die glücklichste Holzmedaille der Welt:
Sabrina Hering:
https://youtu.be/obO3zjsRGeQ

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