Ernährungswirtschaft in Afrika modernisieren, deutsche Wirtschaft einbinden

(lifePR) ( Berlin, )
Das rasante Bevölkerungswachstum in Afrika stellt schon jetzt viele Länder auf unserem Nachbarkontinent vor kaum lösbare Herausforderungen: Derzeit leiden rund 250 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika an Unterernährung. Nach Angaben der Vereinten Nationen (VN) wird sich die Bevölkerung in dieser Region bis zum Jahr 2050 auf fast zwei Milliarden verdoppeln. Um die Ernährung der Bevölkerung bis dahin zu gewährleisten, müssen laut VN jedes Jahr rund elf Milliarden US-Dollar in die Landwirtschaft Subsahara-Afrikas investiert werden. Deutsche Unternehmen sind auf dem Sprung, ihre Technologie und Expertise in Afrika einzubringen. Die Entwicklungspolitik sollte dieses Engagement beflügeln.

Voraussetzungen sind besser als gedacht

Auch wenn die Zahlen alarmierend sind: Die natürlichen Voraussetzungen in Afrika bieten die Chance, die Probleme vor Ort in den Griff zu bekommen. Der größte Teil der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche liegt nach wie vor brach. Mit 600 Millionen Hektar liegen immerhin 60 Prozent des weltweit anbaufähigen, aber nicht kultivierten Ackerlandes in Subsahara-Afrika. Auch auf den bisher genutzten Flächen sind die Potenziale für Effizienzsteigerungen enorm: Der Getreideertrag liegt derzeit gerade einmal bei 25 Prozent des Durchschnitts der Entwicklungsländer weltweit. Eine Steigerung auf 50 Prozent würde einer zusätzlichen Produktion von 100 Millionen Tonnen jährlich entsprechen. Das deckt den Getreidebedarf von 500 Millionen Menschen.

Alle Potenziale nutzen

Deutsche Unternehmen können ihr Know-how bei Ausbau und Modernisierung von Transportwegen und Energieversorgung einbringen. Verpackungsmaschinen und landwirtschaftliche Geräte können ebenso zur Verbesserung der prekären Lage beitragen wie die Vermittlung von landwirtschaftlichen Fachkenntnissen. Durch nachhaltige Anbaumethoden, den effizienten Einsatz von Saatgut und moderne Bewässerungssysteme lassen sich Produktion und Erträge steigern. Zudem können Beratungsprojekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit die Kooperation von Kleinbauern und Großunternehmen unterstützen. So bleiben vom Anbau über die Lagerung von Getreide bis hin zur Vermarktung der verarbeiteten Produkte alle Schritte der Wertschöpfungskette in afrikanischer Hand.

Deutsche Politik und Wirtschaft: An einem Strang ziehen!

Afrikanische Entscheidungsträger setzen verstärkt auf die Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft. So hat beispielsweise der Anteil afrikanischer Aussteller auf deutschen Messen wie der Grünen Woche oder der Gebrauchtmaschinenausstellung USETEC stark zugenommen. Auf diese Entwicklung sollte die deutsche Politik reagieren: Eine stärkere Verzahnung bei der Konzeption und Durchführung von Projekten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit der deutschen Wirtschaft gilt es anzustreben. Denn Ziel ist es, den afrikanischen Partnern moderne Technologie und Beratung aus einer Hand anzubieten. So können Ernährungssicherheit für die Bevölkerung und eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit für den Export unter einen Hut gebracht werden - ganz im wohlverstandenen beiderseitigen Interesse.

Internationale Politik gibt den gleichen Kurs vor

In die richtige Richtung geht es auch auf internationaler Ebene: Auf dem G8-Gipfel vom 20. Mai 2012 in den USA wurde eine "Neue Allianz für Ernährungssicherheit" beschlossen, die privates Kapital für Großinvestitionen in die afrikanische Landwirtschaft mobilisieren soll. So werden Projekte der Entwicklungszusammenarbeit durch strategische Investitionen in Agrarsektoren ergänzt. Das schafft Arbeitsplätze und trägt zur Grundversorgung der Bevölkerung bei.
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