Mittwoch, 24. Mai 2017


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Bundesrat blockiert Mehrwertsteuer-absenkung für Hotellerie

DEHOGA und Hotelverband kämpfen weiter für 7 Prozent

(lifePR) (Berlin, ) Mit völligem Unverständnis reagieren der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) und der Hotelverband Deutschland (IHA) auf den Beschluss des Bundesrates, die Mehrwertsteuer für die Hotellerie nicht zu senken. "Wieder einmal wurde die Chance vertan, dem Deutschlandtourismus wichtige Wachstumsimpulse zu geben", erklärt Ernst Fischer, Präsident des DEHOGA Bundesverbandes, am Freitag in Berlin. "Damit bleiben die eklatanten Wettbewerbsverzerrungen für unsere Hoteliers bestehen", so der Vorsitzende des Hotelverbandes Fritz G. Dreesen.

Besonders enttäuschend sei, dass sich bedeutende Tourismusländer wie Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gegen den Vorstoß des baden-württembergischen Wirtschaftsministers Ernst Pfister, den reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie in Deutschland einzuführen, ausgesprochen haben. "Um so mehr freuen wir uns über die Initiative und das Engagement aus Baden-Württemberg sowie die Unterstützung u.a. der Bundesländer Bayern, Niedersachsen und Thüringen", sagt DEHOGA-Präsident Fischer. "Angesichts explodierender Energiekosten und der Erhöhung der Mehrwertsteuer zu Beginn des vergangenen Jahres von 16 auf 19 Prozent wäre es an der Zeit gewesen, die Unternehmer unserer Branche endlich zu entlasten."

DEHOGA und Hotelverband fordern nichts Außergewöhnliches: "Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie ist in Europa die Regel. In 22 von 27 Ländern Europas gilt für die Hotellerie der Niedrigsteuersatz, in der Hälfte der Staaten auch für die Gastronomie", berichtet der Hotelverbandsvorsitzende Dreesen. "Mit Ausnahme von Dänemark wenden alle Anrainerstaaten Deutschlands ermäßigte Sätze zwischen drei und zehn Prozent auf Beherbergungsleistungen an."

Der DEHOGA Bundesverband und der Hotelverband werden nicht nachlassen, den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Hotellerie und Gastronomie auch in Deutschland einzufordern. "Das Abstimmungsergebnis des Bundesrates wird nicht das letzte Wort in dieser Sache sein", so DEHOGA-Präsident Fischer.

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