Freitag, 26. Mai 2017


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Deutscher Hausärzteverband begrüßt Versorgungsstärkungsgesetz

Konzentration auf Stärkung hausärztlicher Versorgung notwendig

(lifePR) (Berlin / Köln, ) Der Deutsche Hausärzteverband begrüßt die Förderung der hausärztlichen Versorgung in dem heute vom Bundestag verabschiedeten Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VSG). Gleichzeitig forderte er vor dem Hintergrund des hausärztlichen Nachwuchsmangels, sämtliche Kräfte zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung zu bündeln. Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, sagte heute in Berlin: "So lange 90 Prozent der Weiterbildungen im fachärztlichen Bereich und nur zehn Prozent in der Allgemeinmedizin abgeschlossen werden, muss die gesamte Konzentration darauf liegen, diesen Trend umzukehren."

Sämtliche Maßnahmen müssten nach dem Maßstab bewertet werden, ob sie in der Praxis dazu beitragen, die medizinische Versorgung zu verbessern. "Die Förderung von Weiterbildungsstellen für nicht näher definierte Facharztgruppen nach dem Ich-auch-Prinzip hilft in der Versorgungsrealität kein bisschen", so Weigeldt. "Wir müssen uns hier auf die wirklichen Herausforderungen konzentrieren, um in Zukunft eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Versorgung für alle Patientinnen und Patienten, auf dem Land und in der Stadt, sicherzustellen. Die im Versorgungsstärkungsgesetz vorgesehene Förderung der Allgemeinmedizin und der allgemeinmedizinischen Kompetenzzentren zeigen, dass der Gesetzgeber dies erkannt hat."

Der Deutsche Hausärzteverband setzt sich mit seiner Stiftung Perspektive Hausarzt und einer Vielzahl von Projekten und Initiativen, unter anderem dem KODEX Ambulante Weiterbildung, für die Stärkung des hausärztlichen Nachwuchses ein.

Positiv sieht der Deutsche Hausärzteverband die geplante Parität in der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), kritisiert aber, dass diese nicht auf sämtliche Kassenärztliche Vereinigungen ausgeweitet wird. "Gerade in vielen Kassenärztlichen Vereinigungen, wie beispielsweise in Bremen oder Hamburg, spielen hausärztliche Interessen quasi keine Rolle. Daher wäre es notwendig, die Parität auch auf die Landes-KVen auszuweiten", so Weigeldt.

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