Samstag, 23. September 2017


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Deutscher Familienverband zum Entwurf des Armuts- und Reichtumsberichts: Lohnentwicklung drängt Familien an den Rand der Gesellschaft

Berlin, (lifePR) - Anlässlich des Entwurfs eines neuen Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung erwartet der Deutsche Familienverband nicht nur schonungslose Analysen sondern auch sofortiges Handeln. Nach Medienberichten stellt das Arbeitsministerium in seiner Vorlage fest, dass es nicht nur eine immer größer werdende Schere in der Vermögensverteilung sondern auch bei der Lohnentwicklung gibt. Eine solche Einkommensentwicklung verletze das Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung. Stundenlöhne, die bei Vollzeit zur Sicherung des Lebensunterhalts eines Alleinstehenden nicht ausreichen, verschärfen Armutsrisiken und schwächen den sozialen Zusammenhalt. "Die Brisanz einer solchen Entwicklung wird endlich erkannt, jetzt muss gehandelt werden" erklärt dazu der Präsident des Deutschen Familienverbandes Dr. Klaus Zeh.

Seit Jahren mahnt der Verband, dass selbst von einem Facharbeiterlohn eine vierköpfige Familie - trotz Kindergeld - nicht einmal das zur Verfügung hat, was zur Teilhabe aller Familienmitglieder an der Gesellschaft nötig ist. Ursächlich dafür seien nicht nur zu niedrige Löhne, sondern vor allem familienblinde Abgaben. "Wenn nicht einmal mehr ein Alleinstehender seinen Lebensunterhalt durch Vollzeiterwerbstätigkeit finanzieren kann, wie sollen da junge Menschen den Mut und die Zuversicht für die Gründung einer Familie aufbringen?" fragt Verbandspräsident Zeh. Die Ressorts, denen der Entwurf des Berichts nun zur Stellungnahme vorliegt, fordert der Verband auf, den Fokus auf das Leben mit Kindern zu legen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die jungen Menschen ein Ja zum Leben mit Kindern ermöglicht.

Deutscher Familienverband e.V.

Der Deutsche Familienverband ist die größte parteiunabhängige, überkonfessionelle und mitgliedergetragene Interessenvertretung der Familien in Deutschland.

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