Sonntag, 19. Februar 2017


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Mit Pelletfeuerungen Energiewende auch am Wärmemarkt

Pelletbranche im Gespräch mit bayerischer Staatsregierung

(lifePR) (Berlin, ) In Bayern werden bundesweit immer noch mit Abstand die meis-ten Feuerungen mit Holzenergie betrieben. In den letzten Jahren war der bundesweite Anteil des Freistaats jedoch rückläufig. Grund genug für Franz Josef Pschierer, Staats-sekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Medien, Energie und Tech-nologie, eine Diskussionsrunde über die Wärmewende in Bayern ins Leben zu rufen.

Im Gespräch mit Vertretern der Pelletbranche stellte Staatssekretär Pschierer fest: Die selbstgesteckten Klimaziele der Bundesregierung seien nur mit Mühe zu erreichen, wenn es bei den derzeitigen Maßnahmen bliebe. Schlichtweg zu wenige Menschen er-neuerten derzeit ihre überalterten, ineffizienten Heizungen. Drei von vier Wärmeerzeu-gern in Deutschland entsprächen heute nicht dem aktuellen Stand der Technik - woran auch der relativ niedrige Ölpreis eine Mitschuld trägt.

Die Wirtschaftsvertreter, darunter Führungskräfte der bedeutendsten Holzheizungs- und Holzbrennstoffhersteller, betonten, dass die Pelletbranche mit innovativer Technik und einem hochwertigen Energieträger die besten Voraussetzungen mitbringe, um die Ener-giewende erfolgreich im Wärmesektor umzusetzen. Gleichzeitig zeigten sie dem Staats-sekretär auch Hemmnisse auf, die den Markt derzeit lähmten. Vorsitzender beim Deut-schen Energieholz- und Pellet-Verband und KWB-Geschäftsführer Andreas Lingner er-kennt vor allem ein Informationsdefizit beim Endverbraucher: "Die Regierung tut mit der kürzlich erhöhten Förderung für Pelletheizungen zwar durchaus Gutes. Aber sie spricht leider nicht laut genug darüber." Als weitere Knackpunkte wurden das unzureichende Bildungsangebot für Heizungsbauer zum Thema erneuerbare Energien wie auch die rea-litätsverzerrende öffentliche Kommunikation mit dem Schwerpunkt Stromerzeugung gesehen. Emil Sopper, Bereichsleiter Wärme bei der BayWa AG, einem deutschen Marktführer beim Pellethandel, verweist auf die erfolgreiche Unterstützung zur Hei-zungsumstellung in anderen Bundesländern: "Dort erhöhen zusätzliche Anreize für den Verbraucher, wie beispielsweise das Förderprogramm progres.nrw, die Sanierungsquote merklich".

Staatssekretär Pschierer will beim Thema Wärmewende nicht locker lassen. In Richtung Endverbraucher sieht er in den regionalen Energieagenturen wichtige Meinungsbildner, die er mit der Pelletbranche an einen gemeinsamen Tisch bringen will. Aus diesem Dia-log könnten wirkungsvolle Maßnahmen entstehen, die angemessen über die wirtschaft-lichen und ökologischen Vorteile erneuerbarer Wärme informieren sollen. DEPV-Vorsitzender Andreas Lingner sagte ihm hierbei Unterstützung zu. "Der Freistaat Bayern ist nach wie vor führend, wenn es um den Anteil der Holzenergie am Wärmeaufkommen geht. Um diese Position zu sichern, müssen aber neue Anreize für den Umstieg auf mo-derne und klimaschonende Pelletheizungen geschaffen und vor allem den Verbrauchern besser vermittelt werden."

Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV)

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. vertritt seit 2001 die Interessen der deutschen Pellet- und Holzenergiebranche. Kessel- und Ofenhersteller, Produzenten von Pellets und weiterer Energieholzsortimente, Komponentenhersteller sowie Vertriebs-partner haben sich in diesem Bundesverband organisiert.

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