lifePR
Pressemitteilung BoxID: 388181 (Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.)
  • Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.
  • Haart 221
  • 24539 Neumünster
  • http://www.hno-aerzte.de
  • Ansprechpartner
  • Thomas Hahn
  • +49 (30) 28877412-4

Ärztliche Versorgung nordrheinischer Patienten kann von zahlreichen Facharztgruppen nicht mehr sichergestellt werden

(lifePR) (Neumünster, ) "Die Versorgung unserer gesetzlich versicherten Patienten kann von uns nicht mehr sichergestellt werden - Unterversorgung ist die Folge!" Dies ist die Aussage eines gemeinsamen Schreibens der Vertreter von sieben Versorgerfacharztgruppen aus dem KV-Bezirk Nordrhein.

Das Schreiben wurde vor wenigen Tagen an den Vorstand der KV Nordrhein, den Chef der KBV, Herrn Dr. Köhler, sowie den Präsidenten der Ärztekammer Nordrhein, Herrn Henke, adressiert. Die Vertreter der Fachgruppen Anästhesie, Chirurgie, Dermatologie, Gynäkologie, HNO, Orthopädie und Urologie machen darin deutlich, dass die katastrophale Unterfinanzierung der Regelversorgung in den Praxen ihrer Fachgebiete eine geordnete Patientenversorgung nicht mehr zulässt, weil für Drei- Monats-Pauschalen zwischen 11,58 und 23 Euro auch notwendige Leistungen flächendeckend nicht mehr erbracht werden können. Folge ist eine für die Patienten gefährliche Unterversorgung. Unterstützung für ihre Position erhalten die sieben Facharztgruppen durch einen Beschluss der Vertreterversammlung der KV Nordrhein vom 13.02.2013. Die Vertreterversammlung ist das höchste Selbstverwaltungsorgan der nordrheinischen Vertragsärzte. In dem einstimmigen Beschluss heißt es: "Die Vertreterversammlung schließt sich den vorliegenden Stellungnahmen an und stellt diese Unterversorgung ebenfalls fest."

Dr. Weisweiler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der niedergelassenen Chirurgen (ANC-Nordrhein), Initiator und Sprecher der Versorgerfachärzte Nordrhein, will jetzt das Gespräch mit der Ärztekammer suchen. "Wir Ärzte wollen für alle Patienten die beste Behandlung - doch wir sind zur Rationierungsentscheidung gezwungen. Wie diese umzusetzen ist, bedarf einer breiten Diskussion", so der Chirurg Dr. Weisweiler.