Dienstag, 28. Februar 2017


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Lebensmittel müssen wieder mehr wert sein

DBV fordert Handel zu verantwortungsvoller Preisgestaltung auf

(lifePR) (Berlin, ) Mit den vom ihm erzeugten Nahrungsmitteln konnte ein Landwirt 1900 etwa 4 Personen ernähren. 1950 ernährte ein Landwirt 10 und 2007 sogar 133 Personen. Dies ist einem enormen technischen Fortschritt zu verdanken und der innovativen Weiterentwicklung der deutschen Landwirtschaft zu verdanken. Die Bauern kommen ihrer Verantwortung in der Versorgung ihrer Mitbürger mit hochwertigen, gesunden Nahrungsmitteln nach, betonte der Deutsche Bauernverband (DBV). Doch solche Versorgungssicherheit und Qualität ist nicht zum Nulltarif zu erhalten. Der DBV forderte deshalb die Verarbeiter und vor allen Dingen den Lebensmitteleinzelhandel zu einer verantwortungsvollen Preisgestaltung auf. Hochwertige landwirtschaftliche Produkte, die unter hohen Umwelt- und Tierschutzstandards erzeugt werden, müssen "ihren Preis" haben. Die 12 Preissenkungen bei Lebensmittel in diesem Jahr dürften in 2010 nicht weiter fortgesetzt werden, wollte man Bauernfamilien nicht ihre Existenz vernichten. Das charakteristische Bild der deutschen Kulturlandschaften, die durch bäuerliche Hand geschaffen und gepflegt werden, werde durch Existenz vernichtende Erzeugerpreise gefährdet.

Immer mehr Menschen werden von einem Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche ernährt. Der Hektarertrag für Weizen zum Beispiel lag vor gut 100 Jahren bei 18,5 Dezitonnen. Heute (2009) liegt der Hektarertrag mit 77,8 Dezitonnen mehr als viermal so hoch. Dank der erheblichen Ertragssteigerungen durch Züchtung und Anbautechnik "wachsen" heute auf einem Hektar Weizen mit rund 74 Doppelzentner Ertrag etwa 9.250 Mischbrote à 1 Kilogramm. Das Mehl von 800 Gramm Weizen reicht zum Backen von einem Kilogramm Brot. In einem solchen Brot ist das Mehl von 16.000 Körnern verarbeitet worden. Zur Ernte dieser Körnermenge hat der Landwirt im Herbst rund 400 Körner je Quadratmeter ausgesät. Das 40-fache kann er dann im Sommer nach genügend Regen und Sonne und ackerbaulicher Pflege ernten.

Die enorme Erzeugungssteigerung hat ihre Ursachen im Einsatz von produktionssteigernden Produktionsmitteln und in der Mechanisierung der Landwirtschaft. Arbeitskräfte wurden durch arbeitssparende Betriebsmittel, vor allem Maschinen, ersetzt. Anstatt von Zugtieren kamen motorisierte Maschinen zum Einsatz. Heute bestimmen immer mehr Informations- und Kommunikationstechniken den Technikeinsatz in der Landwirtschaft. Präzisionslandwirtschaft, computergesteuerte Produktionsprozesse, integrierte Nahrungsmittelketten und Melkroboter sind Stichworte für die moderne Landwirtschaft von heute. Beispielsweise gibt jede Milchkuh in Deutschland heute im Schnitt pro Tag 19 Liter Milch und versorgt so 22 Bundesbürger mit Frischmilch und Milchprodukten. Im Jahr 2008 verarbeiteten deutsche Molkereien rund 27,5 Millionen Tonnen Milch zu qualitativ hochwertigen Milchprodukten.

Im langfristigen Vergleich zeigt sich eine enorme Steigerung des Wohlstandes der Verbraucher. Vor 100 Jahren betrug der Anteil der Ausgaben für Nahrungs- und Genussmittel am gesamten Konsum noch etwa 50 Prozent; heute beträgt dieser Anteil nur 15 Prozent. Dabei ist noch zu berücksichtigen, dass sich Qualität und Verarbeitung der Nahrungsmittel enorm verbessert haben.

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