Mittwoch, 22. Februar 2017


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Ein konstruktiver Dialog wäre wünschenswert

Statement zu Pressemitteilungen von KLEVER

(lifePR) (München, ) In zwei Pressemitteilungen kritisiert der Kletterhallenverband KLEVER e. V. die Vergabe von Subventionen an DAV Kletterhallen und spricht von "Steuergeldverschwendung im großen Stil". Mehrere zentrale Fragen seien in diesem Zusammenhang in der Öffentlichkeit und in der Politik, aber auch mit den Betroffenen am Runden Tisch zu diskutieren und zu klären.

"Über die jüngsten Forderungen von Klever kann ich mich nur wundern," sagt DAV-Hauptgeschäftsführer Thomas Urban, "wir haben einen entsprechenden Runden Tisch, zu dem sich KLEVER-Vertreter und DAV-Repräsentanten regelmäßig treffen." Im Rahmen dieser Gespräche ist im Jahr 2008 eine gemeinsame Absichtserklärung entstanden und von beiden Seiten unterzeichnet worden. Die letzte Sitzung fand im September 2009 statt. Dort wie bei den vorangegangenen Treffen ist die Konkurrenz von DAV- und KLEVER-Anlagen zur Sprache gekommen. Die geltende Vereinbarung besagt, dass sich die Verbände gegenseitig informieren, wenn ihre Mitglieder neue Kletteranlagen bauen wollen. "Mit den jüngsten Pressemitteilungen hat KLEVER unseren Dialog offensichtlich aufgekündigt. Im Sinne einer konstruktiven Auseinandersetzung wäre es wünschenswert, wenn KLEVER wieder das Gespräch suchen würde, statt unhaltbare Vorwürfe öffentlich zu äußern", sagt Thomas Urban.

Einige Punkte zu den DAV Kletteranlagen sind bei der aktuellen Diskussion wichtig:
- In den DAV Hallen stecken Steuergelder nur in geringem Umfang. Durchschnittlich sind das 5 bis 15 Prozent der Investitionssumme. Bei der neu gebauten Anlage in Darmstadt hat der Staat beispielsweise 6,5 Prozent übernommen, und weitere 6,5 Prozent übernimmt die Kommune, sofern Gelder dafür vorhanden sind. Momentan wird diese Summe von der Sektion zwischenfinanziert. Für die geplante Anlage in Berlin fließen überhaupt keine Steuergelder.
- Auch KLEVER-Mitglieder beziehen öffentliche Subventionen. Private Unternehmer können für ihre Kletterhallenprojekte öffentliche finanzielle Unterstützung erhalten. Und dies ist auch bereits mehrfach geschehen - zum Beispiel durch die Veräußerung von Gebäuden weit unter Marktwert oder durch Existenzgründerdarlehen und öffentliche Bürgschaften.
- Der DAV erfüllt mit seinen Kletterhallen eine gemeinnützige Aufgabe. Im Unterschied zu kommerziellen Anbietern baut der DAV seit Anfang der 1990er Jahre Kletteranlagen - und zwar auch in strukturschwachen Gebieten. Schon rund 15 Jahre vor der Gründung von KLEVER hat sich der DAV also für die flächendeckende Förderung des Klettersports eingesetzt.

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