Donnerstag, 21. Juni 2018


Weinexporte 2011 nach kleiner Ernte erwartungsgemäß gesunken

Mainz, (lifePR) - Der Export heimischer Weine war im vergangenen Jahr sehr stark von der unterdurchschnittlichen Erntemenge des Weinjahrgangs 2010 geprägt, die mit rund 7,1 Millionen Hektolitern im Vergleich zum langjährigen Mittel um 25 Prozent geringer ausfiel. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) im Vorfeld der Internationalen Weinmesse ProWein mitteilt, konnten daher - wie erwartet - nicht alle Exportmärkte in vollem Umfang mit Weinen aus den deutschen Anbaugebieten versorgt werden.

So wurde 2011 mit rund 1,5 Millionen Hektolitern insgesamt 11,8 Prozent weniger deutscher Wein ins Ausland exportiert. Weil der Durchschnittspreis aber zugleich um 12 Prozent auf 2,27 €/l anstieg, ging der Gesamtwert der ausgeführten Weine nur leicht um 1,7 Prozent auf 349 Millionen Euro zurück.

Im Qualitätsweinsegment, das Dreiviertel des Gesamtexports ausmacht, habe es sogar eine Wertsteigerung von 2,4 Prozent gegeben, erläutere DWI-Geschäftsführerin Monika Reule. Der Rückgang der ausgeführten Qualitätsweinmenge sei mit einem Minus von 6,2 Prozent ebenfalls geringer ausgefallen als der Gesamtexport, in dem auch Landweine und Weine ohne nähere Herkunftsbezeichnung enthalten sind.

Wichtigste Exportmärkte sind nach wie vor die USA mit 297.000 Hektolitern im Wert von 103 Millionen Euro, vor England mit 223.000 Hektolitern im Wert von 38 Millionen Euro und den Niederlanden mit einem Ausfuhrvolumen von 201.000 Hektolitern im Wert von 34 Millionen Euro.

Norwegen belegt erstmals den vierten Platz in der deutschen Weinexportstatistik. Der Ausfuhrwert stieg in 2011 gegenüber dem Vorjahr erneut um 10,6 Prozent. Über ein Drittel aller Weißweine, die in Norwegen konsumiert werden, sind deutschen Ursprungs. China rückte in 2011 mit einem Wertzuwachs von 19 Prozent auf Platz acht der wichtigsten Exportmärkte für deutschen Wein vor und hat damit Japan als bislang wichtigsten asiatischen Exportmarkt abgelöst.

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